https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/wie-transportiert-man-einen-hochansteckenden-patienten-18282786.html

Übungsfall Patiententransport : Den Ausbruch verhindern

Übungseinsatz: Ein Notfallsanitäter, dessen Visier völlig beschlagen ist, begleitet den weiß gekleideten Patienten auf die Isolierstation der Uniklinik. Bild: Lando Hass

Hochansteckende, seltene Krankheiten tauchen am Drehkreuz Frankfurt alle paar Jahre auf. Der sichere Transport der Patienten muss trainiert werden.

          2 Min.

          Als der Notfallsanitäter im blauen Schutzanzug aus dem Infektions-Rettungswagen steigt, kann er fast nichts mehr sehen. Sein Visier ist innen beschlagen, er atmet schwer. „Seine Sicherheit ist aber nicht gefährdet“, erläutert ein Mitarbeiter der Feuerwehr, der den Übungseinsatz begleitet. „Der Kollege ist durch den Filter im Anzug vor jeder Ansteckung geschützt.“ Kurz vor der Ankunft in die Universitätsklinik ist der Akku des Gebläses im Schutzanzug ausgefallen, die Ganzkörperhülle im kräftigen Blau einer Ikea-Einkaufstasche hängt nun etwas schlaff am Sanitäter herunter. Seine Begleiterin, eine Transportärztin, ist dagegen noch prall luftgepolstert in ihrem Anzug.

          Monika Ganster
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Beide eskortieren einen Patienten, der mutmaßlich ein hochansteckendes Virus in sich trägt und so gut abgeschirmt wie irgendwie möglich die Isolierstation der Uniklinik erreichen soll. Die Panne mit dem Schutzanzug ist dabei ein Paradebeispiel für Hindernisse, die bei solchen Transporten auftreten können. Der junge Sanitäter entschloss sich nach Rücksprache mit der Einsatzleitung, das Ende des Transports mit der zusätzlichen Belastung durchzustehen und auf eine Schnellreparatur zu verzichten.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Droht dem Westen: Der russische Präsident Wladimir Putin am 21. September 2022

          Putins neue Drohungen : Szenarien für den nuklearen Ernstfall

          Putin hat schon früher mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht. Diesmal sagt er, er bluffe nicht. Washington hat dafür Szenarien ausgearbeitet und Moskau gewarnt.
          Sozial gefördertes Gesundheitsrisiko: Ohne Alkohol sind Volksfeste wie hier im bayerischen Straubing nicht zu denken.

          Erhöhtes Krebsrisiko : Jedes Glas ein Glas zu viel

          Forscher warnen, dass der Alkoholkonsum in Deutschland zu nachlässig gehandhabt wird. Knapp 150.000 Krebsfälle könnten demnach durch eine Preissteigerung verhindert werden.