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Spurensuche im Blut : Wie Schwerstverletzte anderen das Leben retten könnten

ABC der Lebensretter: Im Schockraum des Uniklinikums sind alle Abläufe standardisiert. Auch deshalb können inzwischen 89 Prozent aller Schwerstverletzten geheilt werden. Bild: Frank Röth

Im Blut von Patienten könnten sich Hinweise darauf befinden, welche Prozesse im Körper nach einem schweren Trauma ausgelöst werden. Die Ergebnisse eines Forschungsprojekts sollen helfen, die Therapiemöglichkeiten zu erweitern.

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          Ihre Art, sich zu bewegen, gleicht einer perfekt eingeübten Choreographie. Jeder kennt seine Position, jeder weiß, wann er was zu tun hat. Alle Aufgaben sind genau zugewiesen, alles ist durchgetaktet. Gesprochen wird wenig. Und wenn, dann sind es Befunde, die laut ausgerufen und für alle hörbar immer aufs Neue wiederholt werden. Eine Uhr an der Wand zählt die Sekunden, die verstreichen.

          Marie Lisa Kehler
          Stellvertretende Ressortleiterin des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Im Schockraum des Universitätsklinikums kämpfen die Ärzte um das Leben von schwer verletzten Patienten. Viele werden beispielsweise nach einem Unfall mit Verletzungen in die Notaufnahme gebracht, von denen jede einzelne lebensgefährlich sein könnte. In ihrer Kombination sind sie noch bedrohlicher. Treten mehr als zwei dieser schweren Verletzungen auf, spricht man von einem Polytrauma. Wird ein Patient mit einem solchen angemeldet, macht sich sofort ein Team mit Unfallchirurgen, Anästhesisten und Pflegepersonal auf den Weg zum Schockraum. Das Ziel: so schnell es geht, den Patienten stabilisieren und einen möglichst genauen Überblick über alle Verletzungen bekommen, um alle weiteren Schritte einleiten zu können.

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