https://www.faz.net/-gzg-9y166

Gewerbetreibende in der Krise : Stundung für 24 Monate

Bis auf weiteres: Zahllose Geschäfte und Lokale haben wegen der Pandemie den Betrieb eingestellt. Bild: Rumpenhorst, Frank

Viele Gewerbetreibende machen es wie Adidas: Sie setzen die Miete aus. Wohnungsmieter sind dagegen zurückhaltender.

          2 Min.

          Sven Riebel hat Glück im Unglück. „Mein Vermieter ist sehr kulant“, sagt der Gastronom, der am Mainkai die kleine Bar „Tiny Cup“ betreibt. Er hat seine Mietzahlung vorübergehend ausgesetzt und hofft nun, Soforthilfe vom Land Hessen zu bekommen. „Sobald etwas fließt, zahle ich die Miete wieder“, sagt er. Weil Riebel die Bar auf Anordnung der Behörden wegen der Corona-Krise schließen musste, sind ihm die Einnahmen komplett weggebrochen. „Es haut extrem rein. Wir sind bei null.“

          Rainer Schulze

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          So wie Riebel geht es vielen Einzelhändlern und Restaurantbetreibern. Sie nutzen die Regelung der Bundesregierung, die das Kündigungsrecht für drei Monate eingeschränkt hat. Kann ein Mieter von Wohn- und Gewerbeflächen seine Miete vom 1. April bis zum 30. Juni wegen der Virus-Krise nicht zahlen, darf ihm nicht gekündigt werden. Voraussetzung: Er muss glaubhaft machen, dass der Mietausfall mit der Pandemie zusammenhängt, und die Miete innerhalb von 24 Monaten nachzahlen. Erst, wenn der Mieter die Rückstände bis zum 30. Juni 2022 nicht beglichen hat, kann ihm wieder gekündigt werden.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            im F.A.Z. Digitalpaket

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+