https://www.faz.net/-gzg-ahfgc

Bepflanzte Fassaden : Die Frankfurter Skyline soll grün werden

Hochhäuser brauchen viel Energie. Da ist die vertikale Bepflanzung vielleicht doch nur „green washing“. Bild: Martin Albermann

In Frankfurt wird gerade das erste begrünte Hochhaus Deutschlands fertig gestellt. Damit will die Immobilienbranche ihren Beitrag zum Kampf gegen den Klimawandel leisten – aber sind bepflanze Fassaden dafür das sinnvollste Mittel?

          4 Min.

          Das Paradies hat man sich anders vorgestellt, aber der „Eden Tower“ bringt zumindest etwas Grün in das dicht bebaute Frankfurter Europaviertel. An zehn schmalen Säulen, die vom Boden bis zur 100 Meter hohen Spitze des neuen Wohnturms reichen, hängen kleine, mit Mineralwolle gefüllte Matten, aus denen fast 200.000 Pflanzen sprießen: die Herzblättrige Bergenie, die Japanische Segge, der Kriechende Günsel und zwölf andere besonders robuste Sorten. Von außen ist der Wohnturm fast fertig, die hellgrünen Säulen kontrastieren mit der schneeweißen Fassade. Innen werkeln aber noch die Handwerker. Im ersten Quartal will der Bauherr Immobel das Projekt abschließen.

          Rainer Schulze
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Der „Eden Tower“ ist bislang das einzige ausgewachsene Hochhaus mit einer begrünten Fassade in Deutschland. Auch in Düsseldorf, München und Freiburg sind kleinere begrünte Türme geplant. Aber so weit und vor allem so hoch wie in Frankfurt ist man dort nicht. Die Mainmetropole ist Deutschlands einzige Stadt mit einer imposanten Skyline und schickt sich standesgemäß an, beim „grünen Bauen“ von Hochhäusern eine Vorreiterrolle einzunehmen.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Des akademischen Gesinnungsdrucks überdrüssig: Jordan B. Peterson

          Jordan Peterson : Wokeness oder Wahrheit, das ist die Frage

          Jordan Peterson ist einer der bekanntesten Kritiker der politischen Korrektheit. Jetzt gibt er seine Professur an der Universität von Toronto wegen Gesinnungsdrucks auf. Was bedeutet das? Ein Gastbeitrag.