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Eintracht sucht Digitaltalente : Neue Apps nicht nur für Fußballfans

Als „Techtalent“ ist Laura Pappert nebenbei zum Eintracht-Fan geworden – und konnte theoretisches Wissen aus der Hochschule in der Praxis erproben. Bild: Florian Ulrich

Im Programm „Techtalents“ von Eintracht Frankfurt entwickeln Studenten Geschäftsideen und erproben ihr Wissen aus der Hochschule in der Praxis. Doch auch die teilnehmenden Unternehmen profitieren.

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          Wer im Frankfurter Waldstadion Pommes und Cola kaufen will, steht oft lange in der Schlange. Eine Gruppe von Studenten hat sich deshalb etwas ausgedacht: Ihre App „SmartQ“ kann die voraussichtliche Wartezeit ermitteln, indem sie die Distanz zwischen Mensch und Kasse berechnet. Außerdem ermöglicht die Smartphone-Anwendung bargeldloses Zahlen; dank eines Punktesystems und Rabattcodes können Fußballfans Vergünstigungen bekommen. Das freut nicht nur die Kunden, sondern ist auch von wirtschaftlichem Nutzen, denn dabei fallen Daten über das Konsumverhalten an. Für die interessiert sich die Frankfurter Eintracht, die zum führenden „digitalen Bundesligisten“ werden will. Auch deshalb hat sie für begabte Studenten das Programm „Techtalents“ aufgelegt – und die Stadion-App mit 5000 Euro prämiert.

          Eine Idee erarbeiten, programmieren und zu guter Letzt vermarkten: Acht Wochen lang haben sich die Programmteilnehmer im Frankfurter Start-up-Zentrum Techquartier mit Aufgaben befasst, die ihnen von den kooperierenden Firmen Cisco, Cheil, Dell, Freudenberg und Siemens gestellt worden waren. „Das sind alles digitale Technologieunternehmen, von deren Wissen unsere Teilnehmer profitieren können“, sagt Timm Jäger, Referent des Eintracht-Vorstands, der außerdem verantwortlich für digitale Strategieprojekte des Vereins ist.

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