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Bahnhofsviertel vor 30 Jahren : Der Kiez muss weg

Nachtleben: Der Club Tivoli im Frankfurter Bahnhofsviertel im Jahr 1992 Bild: Wolfgang Eilmes

Vor 30 Jahren sollte im Frankfurter Bahnhofsviertel die Prostitution verbannt werden, um das Quartier zu heilen. Das Projekt scheiterte spektakulär. Mit Spätfolgen.

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          „Unerträglich, unwürdig für eine Stadt wie Frankfurt“. Wie sich die Worte gleichen. Sie drücken die Empörung über die derzeitigen Verhältnisse im Frankfurter Bahnhofsviertel aus, über das Elend der Drogensüchtigen, den Rauschgifthandel auf offener Straße, über all den Müll und den Gestank, über die Gefahr, überfallen zu werden. Wenn sie die Worte hören, fühlen sich Alteingesessene zurückversetzt in das Frankfurt Mitte der Achtzigerjahre.

          Helmut Schwan
          Freier Autor in der Rhein-Main-Zeitung.

          Der Kiez war zum Magnet für Hunderte Junkies geworden. Das Teufelszeug Heroin war zwischen der Taunusanlage und dem Kaisersack an vielen Ecken zu bekommen und warf fast jeden, der es nahm, in kürzester Zeit aus der Bahn.

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