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Noam Petri : Der Tausendsassa

Will sich aktiv in die Gesellschaft einbringen: Der Frankfurter Noam Petri Bild: Maximilian von Lachner

Der Abiturient Noam Petri hat mit seinen 18 Jahren schon mehrere Preise für sein Engagement gewonnen. Der Frankfurter setzt sich gegen Antisemitismus und Rassismus ein. Das ist manchmal auch schmerzhaft.

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          Noam Petri wappnet sich. Gleich wird er übelste Beschimpfungen hören. Volksverhetzung. Morddrohungen. Dann geht es los. „Heil Hitler!“ – „Tötet alle Juden!“ – „Verbrennt sie!“ Die Jugendlichen, die ihm diese Sätze im Margit-Horváth-Zentrum in Mörfelden-Walldorf sagen, bekommen knallrote Köpfe. Noam Petri, 18 Jahre alt und jüdisch, steht da und hört sie sich an. Seine Großeltern haben den Holocaust überlebt.

          Theresa Weiß
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Schüler, die in die Gedenkstätte in der Nähe des Frankfurter Flughafens gekommen sind, erledigen dort eine ganz besondere Strafarbeit. Sie müssen Dinge, die sie in einen internen Schulchat geschrieben haben, einem „echten“ Juden ins Gesicht sagen, nachdem sie einen Workshop über Antisemitismus an der Gedenkstätte besucht haben. Der Ort erinnert mit einem Lehrpfad an das KZ Walldorf II. Im Zentrum, getragen von der Margit-Horváth-Stiftung und benannt nach einer Häftlingsfrau, werden vor dem historischen Hintergrund der NS-Zeit vor allem Probleme der Gegenwart behandelt: Benachteiligung von Minderheiten, Rassismus und eben Antisemitismus.

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