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Jugendamt in der Corona-Krise : Kinderschutz ohne Kontakt

Kein Abstand: Wer Kindern in Gefahr hilft, muss bei ihnen sein. Bild: dpa

Ohne Schule und Kita bekommt ein Jugendamt kaum mit, wenn Kinder gefährdet sind. Aber die Mitarbeiter versuchen, in Verbindung zu bleiben. Eindrücke aus Frankfurt.

          3 Min.

          Wer während der Pandemie zu fünft in einer 60 Quadratmeter großen Wohnung festsitzt und sich um Essen, Arbeit und Kinderbetreuung kümmern muss, kann die Nerven verlieren. Nanine Delmas, die Leiterin des Frankfurter Jugendamts, weiß das. „Jedem, der im sozialen Bereich arbeitet, ist das klar.“ Enge erzeugt Druck. Und das kann vor allem für Kinder gefährlich werden.

          Theresa Weiß

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Normalerweise erhält das Jugendamt Meldungen von Kitas und Schulen, wenn es um Kinderschutz geht. Erzieher und Lehrer stellen Verhaltensänderungen der Kinder fest, sie bemerken blaue Flecken oder hören, wie ein Kind erzählt, dass es verprügelt wurde. Nun sind die Schulen zu, in den Kitas gibt es zwar eine Notbetreuung, doch kaum jemand schickt seine Kinder dorthin.

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