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Freizeit am Ort der Stille : Leben auf dem Friedhof

Erhaltenswürdig: Historische Gräber, wie dieses auf dem Hauptfriedhof, sind Teil der deutschen Friedhofskultur Bild: Frank Röth

Noch nie ist es so deutlich geworden wie in der Corona-Zeit: Die Frankfurter nehmen liebend gerne jeden Fleck städtischen Grüns in Anspruch. Ein Trend, der auch vor den Friedhöfen längst nicht mehr haltmacht.

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          Warum nicht ein Café auf dem Hauptfriedhof mit Blick auf alte Bäume und historische Grabstätten? Oder vielleicht ein Spielplatz für Kinder, die ihre Angehörigen begleiten, wenn diese letzte Ruhestätten besuchen oder eben in besagtem Café plaudernd sitzen? Eine kleine Gastronomie, wie es sie im Holzhausenpark gibt, kann sich Heike Appel gut vorstellen. Deswegen gebe es bereits Gespräche. Für einen Spielplatz hingegen sieht sie keine Chancen. Diese Idee habe sich in der Diskussion nicht durchgesetzt. Auch wenn es in Karlsruhe ein entsprechendes Modell gebe, das dort sehr akzeptiert werde, sagt die Leiterin des Grünflächenamts, die neben den Parks auch für die 36 Frankfurter Friedhöfe zuständig ist. Und die Art und Weise, wie die Gesellschaft diese nutze, die befinde sich laut Appel in einem deutlichen Wandel.

          Mechthild Harting
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Ob Radfahren, Joggen, Nordic-Walking oder einfach nur den Kinderwagen ausfahren, das alles haben die Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung in den vergangenen Wochen auf den Wegen insbesondere des Hauptfriedhofs beobachtet. In der Corona-Zeit seien die Friedhöfe sehr stark besucht worden, sagt Appel, „gerade auch zur Freizeitnutzung“.

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