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Nach Abwahl von Zimmer : Unmut bei der CDU

Matthias Zimmer: Der CDU-Bundestagsabgeordnete sei ein „hervorragender Sozialpolitiker.“ Bild: Maria Klenner

Bei der Frankfurter CDU herrscht nach der Abwahl von Matthias Zimmer weiter Unmut. Laut seiner Kritiker ist der Frankfurter Bundestagsabgeordnete zu weit links von der Parteiposition abgerutscht.

          2 Min.

          Auch mehrere Tage nach der Abwahl des langjährigen Bundestagsabgeordneten Matthias Zimmer kommt die CDU in Frankfurt nicht zur Ruhe. In einem Schreiben, aus dem die „Bild“ zitiert, beklagt der CDU-Politiker den parteiinternen Umgang mit ihm als Vertreter der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA). Zimmer ist CDA-Vorsitzender in Frankfurt und Hessen. „Das \[...\] Verständnis, dass zu einer Volkspartei starke und sichtbare Flügel gehören, wird nicht von allen geteilt.“ Einige hielten für „Volkspartei“ nur das, „was aus der Wirtschaft kommt“.

          Martin Benninghoff

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Zuvor hatte sich der Politiker in einem Interview mit der F.A.Z. enttäuscht gezeigt und die „Aggressivität, mit der ich da angegangen worden bin“, kritisiert. Zimmer bezieht sich dabei auf die Fragerunde bei der Wahlkreisdelegiertenversammlung am vergangenen Samstag, bei der ihn einige Delegierte teils massiv angegriffen hatten. In der Stichwahl verlor er im Anschluss gegen seinen Mitbewerber Axel Kaufmann. Kaufmann gehört dem wirtschaftsnahen Flügel der Partei an, ebenso wie die Kandidatin für den anderen Frankfurter Wahlkreis, Bettina Wiesmann. Zumindest bei der Kandidatur für die beiden Direktmandate in Berlin geht der linke sozialpolitische Flügel der CDU dieses Mal leer aus – was für Verstimmungen bei Sozialpolitikern sorgt. „Wie töricht muss die Frankfurter bzw. hessische CDU sein, sich so etwas zu leisten?“, schrieb die Gewerkschafterin und frühere saarländische Ministerin Regine Görner bei Facebook.

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