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Weihnachtsmarkt : Fehlt jetzt nur noch die Namenstasse für Opi

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Regenschirme, Rucksäcke, Plüschtiere - es weihnachtet sehr... Bild: F.A.Z. - Foto Helmut Fricke

Es sieht aus, als wenn es gleich anfangen würde zu regnen. Aber auch das wäre kein Problem: Es gibt natürlich Regenschirme. Wie dort überhaupt so allerhand zu kaufen ist. - Zwei Meinungen zum Frankfurter Weihnachtsmarkt.

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          Wie hälst du's mit dem Weihnachtsmarkt? Diese Frage wird jeder anders beantworten. Die einen lieben den Duft von Glühwein und das Stöbern in Silberschmuck, die anderen finden dies abgeschmackt und fühlen sich von den in Endlosschleifen abgespielten Weihnachtsliedern genervt. Hier zwei Meinungen zum Frankfurter Weihnachtsmarkt (Aufgerissene Kinderaugen und rote Glühweinnasen):

          Es sieht aus, als wenn es gleich anfangen würde zu regnen. Aber auch das wäre kein Problem: Auf dem Weihnachtsmarkt gibt es natürlich Regenschirme. Wie dort überhaupt so allerhand zu kaufen ist: metallene Reklameschilder für Coca-Cola oder Jägermeister, Kiwi-Erdbeer-Spieße und sogar „2 Brötchenmesser super scharf 2 \“. Ein beschriftetes Holzschild zum Aufhängen behauptet: „Ein Freund ist ein Mensch, vor dem man laut denken kann.“ Wenn das so ist, dann sei jetzt hier mal vernehmlich verkündet: Der Frankfurter Weihnachtsmarkt ist so was von kommerziell - kommerzieller geht es nicht.

          ...natürlich auch an Glühweinständen bei Plusgraden...
          ...natürlich auch an Glühweinständen bei Plusgraden... : Bild: F.A.Z. - Foto Helmut Fricke

          Gegen das kulinarische Angebot ist wenig einzuwenden. Gewiß sind Crepes, Popcorn und Bratwurst keine eigens weihnachtlich anmutenden Verköstigungen, aber sie gehören zur Folklore jeder Volksbelustigung, wie auch Nierenspieße einem im wirklichen Leben nie, sondern nur auf dem Rummel begegnen. Aber mit welchem Warenangebot man sonst so auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt konfrontiert wird, das ist schon verwegen.

          Buddha und Weihnachten!?

          Obwohl - wenn man es recht betrachtet, hat das dann doch alles etwas mit Weihnachten zu tun: Mützen, Wollsocken und Hüte braucht man in der Adventszeit, weil die Temperaturen da erfahrungsgemäß in den Keller gehen. Zur „Schere, spitz, Edelstahl, 18 cm, 9 \“ greift man beim Einpacken der Geschenke. Flaschenstöpsel aus Keramik sind im Dezember auch wichtig, weil wegen der vielen Weihnachtsfeiern, die mittlerweile ja selbst in Drückerkolonnen und Gymnastikgruppen gefeiert werden, mehr getrunken wird als sonst. Lupen braucht man, weil es im Dezember so dunkel ist, und Mundspiegel, damit nach dem Verzehr von gebrannten Mandeln und Christstollen der Karies überführt werden kann. Und Buddha-Köpfe? Auf dem Weihnachtsmarkt? Tja, die sind eben zu Weihnachten, äh, die sind eben zu jeder Jahreszeit sehr wichtig.

          Genau wie Tassen, die Namenszüge tragen. Hierzu muß festgestellt werden, daß der Bedarf an Namenstassen in Deutschland und also auch auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt enorm sein muß und neuerdings auch Träger seltener bis seltenster Namen zu ihrem Recht kommen: Yvette, Gesa und Gillian.

          Allerdings werden Opis ganz klar benachteiligt, weil es zwar Tassen für Opa, Oma, Omi, aber nicht für Opi gibt. Wer daran Anstoß nimmt, trifft in der Neuen Kräme (der Weihnachtsmarkt expandiert sogar bis auf die Zeil, irgendwann wird er die ganze Stadt ergreifen) auf ausgesprochgen gute Nachrichten: „Unsere Fritten werden immer frisch geschnitten.“

          Von Hamburg nach Frankfurt für ein Fischbrötchen!?

          Das ist fast so schön wie der empörte Ausruf einer Dame mit norddeutschem Akzent, die ihre Hände in die Taille stützt und die Stimme erhebt: „Du wirst mir jetzt nicht erzählen, daß wir von Hamburg nach Frankfurt gefahren sind, um hier ein Fischbrötchen zu essen.“ Da hatte sie das Problem erkannt: Der Frankfurter Weihnachtsmarkt ist viel zu kommerziell und verwechselbar.

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