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Nach Binding-Aus in Frankfurt : Brauerei-Gelände soll Gewerbegebiet bleiben

Vertrauter Anblick: Die Braukessel der Binding Brauerei an der Darmstädter Landstraße in Sachsenhausen werden aus dem Stadtbild verschwinden. Bild: Frank Rumpenhorst

Politiker in Frankfurt zeigen sich bestürzt über die Schließung der Binding-Brauerei. Nun geht es um die Frage, was aus der Fläche wird.

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          Das heutige Binding-Areal am Sachsenhäuser Berg in Frankfurt soll vorerst ein Gewerbestandort bleiben. Dafür haben sich am Freitag Vertreter der Koalition aus Grünen, SPD, FDP und Volt aus­gesprochen. „Ich kann mir gut vor­stellen, dass es dabei bleibt, denn wir haben einen Mangel an Gewerbeflächen, sagte auf Anfrage der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Dimitrios Bakakis. Allerdings brauche die Stadt auch Flächen für den Wohnungsbau. Ähnlich argumentierte die SPD-Fraktionsvorsitzende Ursula Busch. Sie plädierte dafür, zunächst Gespräche mit der Binding-Brauerei zu führen, um zu erfahren, was das Unternehmen mit dem Grundstück vorhat.

          Manfred Köhler
          Ressortleiter der Rhein-Main-Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
          Günter Murr
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Um den Brauerei-Standort zu sichern, war das rund fünf Hektar große Areal erst 2012 in einem Bebauungsplan als Gewerbefläche ausgewiesen worden. Auch der Flächennutzungsplan sieht eine gewerbliche Nutzung vor. „Das ist ein guter Standort dafür“, sagte Marcus Gwechenberger, Referent von Planungsdezernent Mike Josef (SPD). Die benachbarte Wohnbebauung auf dem früheren Henninger-Areal sei gut vor Lärm geschützt, zum Beispiel durch Parkhäuser, die wie ein Riegel wirkten. Zudem lassen sich die Fenster der Wohnungen im Henninger-Turm zu bestimmten Zeiten nicht öffnen, damit die Bewohner vor Lärm geschützt sind.

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