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17 Jahre kein Spiel verpasst : Die pure Liebe zur Frankfurter Eintracht

Treue Unterstützer: Internationale Spiele der Eintracht sind mit hohen Kosten und Strapazen verbunden. Bild: dpa

20.000 Eintracht-Fans sind auf dem Weg nach Mailand – zum Europa-League-Spiel der Frankfurter bei Inter. Einer davon ist Mario Hunscha. Für die langen Reisen zu Auswärtsspielen opfert er einen großen Teil seines Urlaubs.

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          Mario Hunscha kann die Frage irgendwie nicht verstehen. Und die Antwort klingt, als sei es das Selbstverständlichste der Welt. „Natürlich fahren wir nach Mailand“, sagt er. „Wir fahren immer.“ Immer? „Ja, immer.“

          Daniel Schleidt

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Es ist früher Nachmittag, zwei Tage vor dem Duell der Frankfurter Eintracht bei Inter Mailand, und Hunscha ist gerade erst aufgestanden. Es wurde spät am Vortag, um 4 Uhr in der Früh sei er erst vom Spiel in Düsseldorf zurückgekehrt, die Eintracht gewann dort 3:0. Schön sei das gewesen, sagt er. Hunscha ist Vorsitzender des Eintracht-Fanclubs Sossenheim und einer jener Fans, die man Allesfahrer nennt. Das heißt, sie gehen nicht nur zu jedem Heimspiel, sondern besuchen auch möglichst jede Auswärtspartie. Was angesichts der Termindichte im Profifußball kaum vorstellbar erscheint, ist für den 61 Jahren alten Frankfurter selbstverständlich: Er verpasst nie ein Spiel. Fast nie. Das letzte Pflichtspiel seiner Eintracht, bei dem Hunscha nicht anwesend war, fand am 5. November 2002 in der zweiten Runde des DFB-Pokals in Rostock statt und ging 0:1 verloren. Seitdem war Hunscha immer da. „Extrem-Groundhopping“ nennt er das.

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