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Apfelwein : Gute Nachrichten für das Stöffche

So soll es sein: Im Gemalten Haus in Sachsenhausen kommt ein Geripptes auf den Tisch – bis über den Eichstrich gefüllt mit Ebbelwei Bild: Wonge Bergmann

Der hessische Apfelwein geht gestärkt aus der Corona-Krise hervor – davon sind der Autor Laszlo Trankovits und der Wirt Frank Winkler überzeugt.

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          Mit dem Wort fängt es an. Äppelwoi, Äppelwei, Ebbelwoi oder Ebbelwei – über die richtige Mundart-Bezeichnung lässt sich streiten. Am besten bei einem schönen Schoppen, ob man ihn nun Ebbelwei (auf diese Version hat sich die Rhein-Main-Zeitung verständigt) oder Äppelwoi nennt. Für Letzteres hat sich Laszlo Trankovits für sein Buch „111 Orte rund um den Äppelwoi, die man gesehen haben muss“ entschieden. Allerdings sieht er die Sache nicht so eng – wie er überhaupt findet, dass man etwas großzügiger mit dem hessischen Nationalgetränk umgehen könnte. Statt zu wetteifern, wer der Hüter der wahren Ebbelwei-Kultur ist, sollten die Erzeuger, Wirte, am besten die ganze Region die Vorzüge des „Stöffche“ gemeinsam herausstellen.

          Matthias Trautsch
          Koordination Reportage Rhein-Main.

          Daran hapert es nämlich nach Trankovits’ Meinung. In der Branche werde zu viel gegen- und zu wenig miteinander gearbeitet und zudem schlecht übereinander geredet. Und für die Politik sei es kein Ruhmesblatt, dass es in Frankfurt – „der wichtigsten Apfelweinstadt in Europa“ – noch immer kein Apfelweinmuseum gebe, wo die Römerhallen sich als Standort doch geradezu aufdrängten. Wer Trankovits zuhört, der merkt schnell: Da spricht einer, dem der Apfelwein am Herzen liegt.

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