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Europaturm in Frankfurt : Höhenflüge auf dem Spargel

Ginnheimer Spargel: Blick auf den Europaturm in Frankfurt Bild: Victor Hedwig

Einst wurde in der Kanzel des Europaturms gespeist und getanzt. Heute haben dort nur Techniker Zutritt. Doch das muss nicht so bleiben. In anderen Städten bekommen die Bürger ihre Fernmeldetürme schließlich auch zurück.

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          Auch wenn der Wind gerade weht wie im schönsten Nordsee-Urlaub – so einen Sommerabend hier oben, den kann man sich gut vorstellen. Hoch über allem, mit einem Ausblick, der sogar die Wolkenkratzer klein aussehen lässt. Hier bekäme man gern einen Drink serviert. Doch bisher ist es allein ein Turmfalke, der auf der oberen Plattform des Frankfurter Fernmeldeturms in 290 Metern Höhe ab und an ein Festmahl hält. Auf die Etage darunter herabgefallene Knochen und Taubenfüße zeugen davon. Der Rest ist Freiraum und Technik, Menschen betreten die Kanzel und die offenen Plattformen des Ginnheimer Spargels, der offiziell Europaturm heißt, nur noch selten.

          Inga Janović

          Wirtschaftsredakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          An Strahlkraft hat das 337,5 Meter hohe Bauwerk trotzdem nichts verloren. „Der Europaturm ist nach wie vor einer wichtigsten Funkstandorte in der Republik“, sagt Benedikt Albers, Sprecher der Telekom-Tochter Deutsche Funkturm, der das Wahrzeichen gehört. Vor allem für den Richtfunk, der für Radio und Fernsehen, aber auch für die Kommunikation von Polizei und Feuerwehr eingesetzt wird, ist die exponierte Lage unverzichtbar. „So hoch oben gibt es kein Hindernis mehr, das die Funkwellen stören könnte“, erklärt Albers bei einem Rundgang.

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