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Mutmaßlicher Raser : Unfall oder doch eine Amokfahrt?

Nur noch ein Wrack: Nachdem es zwei Passanten erfasst hatte, überschlägt sich das Fahrzeug. Der Fahrer versuchte noch zu fliehen. Bild: Bernd Kammerer

Am Samstagnachmittag missachtet ein Autofahrer in Frankfurt mehrere rote Ampeln und verletzt zwei Passanten tödlich. Die Polizei geht vorerst weiter von einem Unfall aus. Zeugen sehen das anders.

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          Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen sind zwei Menschen in Frankfurt von einem Auto erfasst und getötet worden. Das Geschehen am Samstagnachmittag gegen 14.30 Uhr an der zu diesem Zeitpunkt stark frequentierten Kreuzung von Mörfelder Landstraße und Oppenheimer Landstraße im Stadtteil Sachenhausen erinnert stark an jenes im Ostend, bei dem im November ebenfalls zwei Menschen zu Tode gekommen sind. Noch geht die Polizei von einem Fall der fahrlässigen Tötung aus. Nach dem Eindruck mehrerer Zeugen spricht aber einiges dafür, dass der Fahrer den Tod von Menschen billigend in Kauf genommen habe.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Tatsächlich könnten sich aus dem Hergang, den die Polizei am Samstagabend noch als Unfall bezeichnet hat, auch andere Schlussfolgerungen ziehen lassen. Der 38 Jahre alte Fahrer in seinem schwarzen Peugeot 208 war zuvor schon aufgefallen, als er die Mörfelder Landstraße aus Richtung Stresemannallee kommend in Richtung Darmstädter Landstraße mit hoher Geschwindigkeit entlang fuhr. Ein Zeuge berichtet, das Auto habe ihn bereits vor dem Unfall „mit sicher mehr als 100 Kilometern in der Stunde“ überholt und an der Einmündung zur Breslauer Straße schon eine rote Ampel missachtet. „Es war mir sofort klar, dass es Tote geben wird, wenn er so weiterfährt“, so der Zeuge.

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