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Streit um Standort : Wann der Flohmarkt an den Schaumainkai zurückkehrt

Institution: Frankfurter Flohmarkt am Mainufer, hier eine Aufnahme aus der Zeit vor der Sperrung eines Teils der nördlichen Mainuferstraße für den Kraftverkehr Bild: Maria Klenner

Die 250 Händler dürfte es freuen: Der Frankfurter Flohmarkt steht vor einer Rückkehr an das Südufer des Mains. Allerdings muss eine Voraussetzung gegeben sein.

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          Sollte das nördliche Mainufer, wie von Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) angekündigt, am 1. September wieder für den Verkehr freigegeben werden, „dann kehrt der Flohmarkt an den Schaumainkai am Südufer zurück“. Das teilte Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) mit. Die Nachricht wird bei den rund 250 Ausstellern, die regelmäßig ihre Waren anbieten, auf große Zustimmung stoßen.

          Mechthild Harting
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Der Beschluss der Stadtverordneten vom Dezember 2019, den Markt an den Maikai am nördlichen Mainufer zu verlagern, damit nicht jeden zweiten Samstag auf beiden Mainseiten Straßenabschnitte für den Verkehr gesperrt sind, hatte ihnen missfallen. Denn am Nordufer stand den Anbietern weniger als die Hälfte der Fläche zur Verfügung.

          Was Händler befürchten

          In einer Petition hatten sie die Rückverlagerung ans Südufer gefordert: Es gebe am Mainkai zu wenig Platz und es mangele an Ambiente. Am Schaumainkai wird die Ware auf Ständen auf der Straße präsentiert, aber Platz ist auch unter den Bäumen der Platanenallee. Einige Händler hatten befürchtet, die Stadt könnte, sollte die Sperrung des Mainkais aufgehoben werden, den Flohmarkt ganz aus der Innenstadt verbannen wollen und ihn nur noch an der Lindleystraße im Osthafen stattfinden lassen. Dort wird er im wöchentlichen Wechsel mit dem Standort am Main ausgerichtet, zieht aber weniger Händler und Besucher an.

          Wegen der Corona-Krise hatte es drei Monate keinen Flohmarkt gegeben, seit dem 4. Juli findet er wieder vierzehntägig an der Lindleystraße statt. Dort kann das Gelände eingezäunt werden, um die Besucher kontrolliert einzulassen.

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