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Wahlliste der Frankfurter SPD : Mike Josef auf Platz 1

Chef: Mike Josef führt die Frankfurter SPD Bild: Wolfgang Eilmes

Die SPD Frankfurt stellt den Listenvorschlag für die Kommunal vor. Ganz an der Spitze steht der Parteichef selbst. Will er sich absichern?

          2 Min.

          Wenige Tage vor dem Parteitag am Samstag hat die SPD Frankfurt ihren Vorschlag für die Kandidatenliste für die Kommunalwahl im März 2021 bekanntgegeben. Auf Platz 1 steht der 37 Jahre alte Parteivorsitzende Mike Josef, Planungsdezernent der Stadt Frankfurt. Auf Platz 2 folgt die Fraktionsvorsitzende Ursula Busch, auf Platz 3 deren Stellvertreter Roger Podstatny. Den vierten Platz nimmt Bildungs- und Integrationsdezernentin Sylvia Weber ein.

          Florentine Fritzen
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Es folgen der zweite Geschäftsführer der Fraktion Holger Tschierschke (Platz 5), die stellvertretende Parteivorsitzende Sylvia Kunze (6) sowie die Stadtverordneten Abdenassar Gannoukh (7) und Kristina Luxen (8). Auf dem neunten Platz steht Hüseyin Sitki, Beisitzer des Ortsvereins Bockenheim I, auf dem zehnten Almuth Meyer, die bisher kein politisches Mandat hat. Aus der bisherigen Fraktion außerdem auf der Liste vertreten sind die Stadtverordneten Gregor Amann (11), Esther Gebhardt (14), Milkica Romic (16), Sieghard Pawlik (17), Stella Schulz-Nurtsch (18), Roland Frischkorn (21), Birgit Puttendörfer (24), Petra Scharf (26), Thomas Bäppler-Wolf (29), Jan Klingelhöfer (35) und Hubert Schmitt (37). Derzeit stellt die SPD 22 Stadtverordnete im Römer.

          Einhaltung von 50-50-Quote

          Parteichef Mike Josef hatte zuvor angekündigt, dass er unter Einhaltung einer 50-50-Quote jeweils abwechselnd Männer und Frauen vorschlagen werde. Auch hat Josef betont, wie wichtig ihm eine Verjüngung sei. Außerdem soll die Liste die ganze Stadtgesellschaft widerspiegeln, so auch Jüngere und Frankfurter mit Migrationshintergrund. Namentlich nannte er zuvor schon die jungen Vorstandsmitglieder Anna Pause (Platz 20) und Armand Zorn (25). Etliche ältere Fraktionsmitglieder hören auf, darunter die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Renate Wolter-Brandecker. Auch die ehrenamtliche Stadträtin und Fluglärmschutzbeauftragte Ursula Fechter hat sich entschieden, nicht mehr zu kandidieren.

          Für die SPD geht es darum, ob sie nach der Wahl am 14. März in Frankfurt weiter mitregieren kann. In diesem Zusammenhang fällt auf, dass Josef mit dem Spitzenplatz auf der Liste und auch Bildungsdezernentin Sylvia Weber mit dem vierten Platz über ein Mandat abgesichert wären, falls die SPD in die Opposition gehen müsste. Bei Kulturdezernentin Ina Hartwig und Verkehrsdezernent Klaus Oesterling, die auf den Plätzen 30 und 31 stehen, wäre das vermutlich nicht der Fall.

          Am Samstag treffen sich die rund 330 Delegierten der Partei mit Corona-Abstand zum Parteitag im Stadion am Bornheimer Hang. Sie sollen Josefs Listenvorschlag beschließen, dem der Vorstand und der Beirat in den vergangenen Tagen schon zugestimmt haben. Kampfkandidaturen sind möglich. Das Gesundheitsamt hat der Partei eine Ausnahmegenehmigung erteilt, so dass sie sich mit bis zu 380 Personen versammeln darf. Die derzeit gültige hessische Verordnung zu Kontaktbeschränkungen sieht eine Höchstzahl von 250 Teilnehmern vor, aber wenn Veranstalter gewährleisten können, dass alle Hygieneauflagen eingehalten werden, dürfen die Behörden eine höhere Teilnehmerzahl erlauben.

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