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Helferin aus Leidenschaft : Die Großmutter aller Wahlen

Lieselotte Bollbach hilft seit 60 Jahren im Wahllokal. Kürzlich hat die Stadt Frankfurt ihr dafür das erste Mal gedankt. Bild: Bäuml, Lucas

Lieselotte Bollbach hilft seit 60 Jahren im Wahllokal. In dieser Zeit habe sich viel verändert: „Die Jüngeren wollen das alle nicht mehr“. Die Wahlhelferin sorgt sich um das fehlende Engagement für Demokratie.

          Die amtlichen Hinweise zur Europawahl hat Lieselotte Bollbach schon bereitgelegt. Sie wird sie in den nächsten Tagen durchgehen, gewissenhaft, wie sie ist. Doch eigentlich braucht die Achtzigjährige die Tipps nicht, um am 26. Mai wieder einmal die Geschicke in Wahllokal 423/2, Liebigschule, Westhausen, zu lenken. Denn die Frau, die in derselben Siedlung lebt, in der sie aufgewachsen ist, hilft seit 60 Jahren ehrenamtlich bei jeder Wahl, die in Frankfurt ansteht. Bei ungefähr einer Abstimmung jedes Jahr, Stichwahlen und Bürgerentscheide inklusive, hat Lieselotte Bollbach annähernd 60 Mal der Demokratie gedient. Aber so hoch will sie das Ganze nicht hängen. Gefreut hat sich die alte Dame mit dem kurzen grauen Haar neulich aber schon. Vergangene Woche bekam sie im Stadthaus mit einigen anderen Helfern von Stadtrat Jan Schneider (CDU) ein offizielles Lob auf Papier überreicht.

          Tobias Rösmann

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          „Im Namen des Magistrats der Stadt Frankfurt spreche ich Lieselotte Bollbach Dank und Anerkennung für den ehrenamtlichen Einsatz bei politischen Wahlen aus“, so steht es auf der Urkunde. „Das ist das erste Mal, dass sich die Stadt bei mir bedankt“, sagt sie. Unglaublich. Aber wahr. Bollbach stammt aus einem SPD-Elternhaus. Die Siedlung, in der sie lebt, ist ein Spiegel der Geschichte. Die Architekten buchstabierten die Straßen einst einfach von vorne nach hinten durch. Dann trugen die Wege jahrelang die Namen deutscher Kolonien; als Lieselotte Bollbach 1939 geboren wurde, stand das Häuschen der Familie am Neu-Guinea-Weg. Nach dem Krieg war das nicht mehr opportun. 1947 setzen sich die Bürger für neue Straßennamen ein. Seitdem lebt Bollbach am Geschwister-Scholl-Weg.

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