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Vorzeitiger Abschied : Frankfurts Uni-Präsident geht zum Jahresende

Will seine zweite Amtsperiode nicht ausschöpfen: Rudolf Steinberg Bild: F.A.Z. - Foto Wolfgang Eilmes

Der Präsident der Frankfurter Universität, Rudolf Steinberg, wird sein Amt zum 31. Dezember dieses Jahres niederlegen. Er sieht die Hochschule nach den Reformen der vergangenen Jahre auf einem guten Weg: „Ich übergebe ein gut bestelltes Haus.“

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          Der Präsident der Frankfurter Universität, Rudolf Steinberg, wird sein Amt zum 31. Dezember dieses Jahres niederlegen. Steinberg, der am Montag 65 Jahre alt geworden ist, sagte, die Hochschule sei nach den Reformen der vergangenen Jahre auf einem guten Weg. Dies erlaube es ihm, sich in den Ruhestand zurückzuziehen. Steinberg war im Jahr 2000 zum Leiter der größten hessischen Universität gewählt und 2006 bestätigt worden. Er hatte jedoch schon damals angedeutet, die zweite sechsjährige Amtsperiode nicht bis zum Ende ausschöpfen zu wollen.

          Sascha Zoske
          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Umwandlung der Universität in eine Stiftungshochschule mit der „überwältigenden Zustimmung“ des Senats sei eines der „Highlights“ seiner Amtszeit gewesen, äußerte Steinberg. In den zurückliegenden Monaten hätten sich die für die neue Rechtsform nötigen Organe wie Hochschulrat und Stiftungskuratorium konstituiert. Zudem seien alle für die Autonomie der Universität bedeutsamen Regelungen, etwa Grundordnung und Berufungssatzung, verabschiedet worden.

          „Ich übergebe ein gut bestelltes Haus“

          Das Bauprogramm komme planmäßig voran, die Universität sei dabei, wieder zum Wissenszentrum von Stadt und Region zu werden, wie sie es nach ihrer Gründung 1914 schon gewesen sei. „Ich übergebe meinem von den Gremien noch zu wählenden Nachfolger ein gut bestelltes Haus“, bilanzierte Steinberg. Mit achteinhalb Jahren werde seine Amtszeit die bisher längste aller Präsidenten der Goethe-Universität sein. Nun müsse eine „Persönlichkeit mit neuer Energie und neuen Ideen“ die erfolgreiche Entwicklung der Hochschule fortsetzen.

          Im Gespräch mit dieser Zeitung widersprach Steinberg der Vermutung, sein vorzeitiges Ausscheiden habe mit den veränderten Mehrheitsverhältnissen im Hessischen Landtag zu tun. Schon im Oktober vergangenen Jahres habe er mit dem Vorsitzenden des Hochschulrats das jetzige Vorgehen abgesprochen. Der Präsident lobte die „richtige Wissenschaftspolitik“ der CDU-geführten Landesregierung und äußerte die Hoffnung, dass diese Politik „im Grundsätzlichen“ fortgesetzt werde. Im Ruhestand will sich der Jurist nach eigenen Worten wieder mehr der Wissenschaft widmen. Für die Universität aber will er sich weiter einsetzen.

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