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Übereinkunft mit Stadt Frankfurt : Vonovia dämpft Mietpreise

„Mieter langfristig binden“: Der Konzern Vonovia will mit langsam steigenden Preisen den Bewohnern entgegen kommen. Bild: dpa

In den Frankfurter Wohnungen des Unternehmens Vonovia sollen die Mieten im Mittel nur noch um ein Prozent im Jahr steigen. Der Oberbürgermeister sieht darin Unterstützung für den „Mietenstopp“.

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          Das Wohnungsunternehmen Vonovia hat mit der Stadt Frankfurt vereinbart, dass die Mieten in seinen rund 10.000 Wohnungen im Stadtgebiet, die keiner Sozialbindung unterliegen, innerhalb der nächsten drei Jahre im Durchschnitt nur noch um ein Prozent pro Jahr steigen sollen. Zwar sind für einzelne Wohnungen auch höhere Mietsteigerungen möglich. Allerdings will das Unternehmen den durchschnittlichen Anstieg aller Mietverhältnisse auf jährlich ein Prozent begrenzen und auch in einzelnen Mietverhältnissen die gesetzliche Kappungsgrenze, die Mietsteigerungen auf 15 Prozent innerhalb von drei Jahren beschränkt, nicht ausreizen.

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          Rainer Schulze

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Durchschnittsmiete in den frei finanzierten Wohnungen des Konzerns beträgt in Frankfurt rund neun Euro pro Quadratmeter. Derzeit liegen die Mietsteigerungen in den Wohnungen der Vonovia zwischen einem und zwei Prozent im Jahr. Vonovia-Vorstand Arnd Fittkau begründete die freiwillige Beschränkung mit dem Interesse, Mieter langfristig zu halten: „Wir möchten, dass die Menschen sich in unseren Häusern wohlfühlen und lange bei uns wohnen. Unsere Mietenpolitik ist moderat und wir sagen deswegen zu, dass wir die Bestandsmieten in Frankfurt nicht stärker erhöhen als die Inflationsrate – für drei Jahre um höchstens ein Prozent. So nehmen wir Rücksicht auf unsere Mieterinnen und Mieter.“

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