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Vollfrühling mit Verzug : Wieso Apfelbäume eine Woche zu spät dran sind

Spätblüher: Sonst sind Apfelblüten eine Woche früher dran Bild: dpa

Der Vollfrühling beginnt in diesem Jahr später als sonst üblich. Das hat zum Beispiel auch Folgen für die Apfelblüte in der Mitte Deutschlands.

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          Lange hat es das nicht mehr gegeben – dass im Frühling die warmen Tage auf sich warten lassen. In den vergangenen vier Jahren hat der Deutsche Wetterdienst schon früh im Jahr Temperaturrekorde vermelden können. Anders in diesem Jahr: Seit Ostern ist es kälter gewesen als üblich. Die niedrigen Temperaturen haben unübersehbare Folgen für die Entwicklung der Natur. „Das zieht sich in diesem Jahr“, kommentiert Anja Engels, Phänologin beim Deutschen Wetterdienst, das Wachsen und Blühen der Pflanzen. Ihr Kollege, Agrarmeteorologe Andreas Brömser, ergänzt: „Die niedrigen Temperaturen haben die Entwicklung der Natur ganz stark gebremst.“

          Mechthild Harting
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Besonders deutlich zeigt sich dies am Wachstum von Pflanzen, die von den Fachleuten als Indikatoren etwa für den Erstfrühling oder den jetzt beginnenden Vollfrühling genutzt werden. Letzterer kommt in der Regel Ende April auf und mündet knapp einen Monat später in den Frühsommer. Dass Vollfrühling ist, zeigt sich daran, dass die frühen Apfelsorten, aber auch Goldregen, Flieder und Rosskastanien blühen.

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