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Verzicht auf Illumination : Wichtiges Signal an die Bevölkerung

Schöner Anblick, aber entbehrlich: Darmstadt stellt die Illumination am Hochzeitsturm ab. Bild: Michael Kretzer

Auch Darmstadt schaltet jetzt Strahler aus: Der Hochzeitsturm wird nicht mehr erleuchtet. Man sollte die Lage nicht über­dramatisieren, aber es ist gut und sinnvoll, wenn Kommunen der Bevölkerung ein gutes Beispiel geben.

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          In abendlicher Beleuchtung verbreiten Wahrzeichen wie der Darmstädter Hochzeitsturm oder der Lange Ludwig noch mehr reizvolle Atmosphäre als ohnehin schon. Ohne die ausgeklügelte Illumination fehlt etwas, das fällt wohl jedem Passanten sofort auf. Rechnerisch hat der erste Schritt zum strikten Energiesparen, den die Darmstädter Taskforce mit dem Abschalten der Außenbeleuchtung von rund 30 öffentlichen Gebäuden, inklusive der genannten Denkmäler, getan hat, womöglich noch gar nicht so sehr viel gebracht auf dem Weg, den Energieverbrauch der Stadt um ein Fünftel zu senken.

          Aber die Signalwirkung, die damit erzielt wird, ist kaum zu unterschätzen. Das so vertraute Bild am Abend ist plötzlich verschwunden. Womöglich ist mit so einem Signal mehr bei den Bürgerinnen und Bürgern in Richtung Energiesparen zu bewegen, als nur mit plausiblen und ernst formulierten Prognosen für Herbst und Winter.

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