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Mieterverdrängung? : Immobilienunternehmen wegen „unhaltbarer Zustände“ gerügt

Wohnraum im Frankfurter Nordend ist begehrt. Bild: dpa

Mieter im Frankfurter Nordend kritisieren, dass der Hauseigentümer WPS sie mit harten Methoden loswerden wolle. Das Verwaltungsgericht stellt fest: Das Wohnungsamt durfte die Beseitigung von Baumängeln anordnen.

          2 Min.

          Entfernte Türschlösser, defekte Lampen im Hausflur, fehlende Fenster im Treppenhaus – das sind einige Vorwürfe, mit denen sich das Immobilienunternehmen WPS Westend Projekt- und Steuerungsmanagement konfrontiert sieht. Rund 40 Mieter aus acht Wohnhäusern haben sich bei der städtischen Stabsstelle Mieterschutz schon über den Eigentümer beschwert. Ihr Vorwurf lautet, dass die Wohnverhältnisse bewusst unzumutbar gemacht würden, damit Mieter freiwillig ausziehen und Häuser saniert werden können. In einem Fall hat sich das Wohnungsamt nun vor Gericht durchgesetzt. Dem Vernehmen nach handelt es sich um ein Mietshaus der WPS an der Eschersheimer Landstraße im Nordend. Weil die Wohnsituation unerträglich zu werden drohte, hatte das Amt verschiedene Baumaßnahmen angeordnet. Die Eigentümerin hatte sich dagegen zur Wehr gesetzt.

          Rainer Schulze
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Wie das Verwaltungsgericht mitteilt, sind die wohnungsaufsichtsrechtlichen Maßnahmen jedoch gerechtfertigt. Nach den Vorschriften des Wohnungsaufsichtsgesetzes seien Wohnungen so instand zu setzen, dass Bewohner nicht gefährdet oder unzumutbar belästigt würden. Die Wohnnutzung sei erheblich beeinträchtigt, die Wohnungsaufsicht habe die „unhaltbaren Zustände“ nicht dulden können.

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