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Verlängerung der U5 : U-Bahn-Netz in Frankfurt soll ausgebaut werden

Mit einer Tunnelvortriebsmaschine werden im Frankfurter Europaviertel die Röhren für die U5 gefertigt. Bild: Wonge Bergmann

Die Verlängerung der U5 zum Frankfurter Berg und im Westen zum Römerhof ist in Planung. Auf einen Anschluss in die Innenstadt müssen die Bewohner jedoch einige Jahre warten.

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          Seit Jahren warten die Bewohner des Frankfurter Bergs auf einen U-Bahn-Anschluss. Eigentlich sollte die Verlängerung der U-5-Strecke über die Station Preungesheim hinaus entlang der Homburger Landstraße bis zum Frankfurter Berg längst fertig oder zumindest im Bau sein. Doch 2012 stellte die damalige Koalition von CDU und Grünen das Vorhaben zurück, weil es an Geld fehlte und gespart werden musste. Im September 2017 wurde das Vorhaben von der Koalition aus CDU, SPD und Grünen wiederaufgenommen, der Magistrat beschloss, Geld bereitzustellen. Das Ziel lautet, die Verlängerung bis 2022 abzuschließen.

          Hans Riebsamen

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Nun ist das Projekt einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Die Nutzen-Kosten-Analyse wurde abgeschlossen und erbrachte nach Angaben von Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) ein positives Ergebnis von 1,36. Um die unverzichtbaren Zuschüsse vom Bund zu bekommen, ist bei Verkehrsprojekten ein Wert von 1,0 notwendig. Das Ergebnis für die U-5-Verlängerung liegt also deutlich darüber. „Dem Bau steht nichts mehr im Wege“, sagt Oesterling.

          Voran geht es auch mit der Verlängerung der U-5-Strecke an ihrem westlichen Ende. Dort wühlt sich gerade eine eigens für das Projekt gebaute Tunnelbohrmaschine durch das Erdreich, um zwei 850 Meter lange Röhren vom Platz der Republik bis zur Emser Brücke für die U5 herauszufräsen. Ein Jahr lang wird der stählerne Lindwurm rund um die Uhr im Einsatz sein. Doch es wird noch bis mindestens 2024 dauern, bis die Verlängerung der U5 vom Hauptbahnhof durchs Europaviertel bis zur Endstation Wohnpark vollendet ist.

          Nutzen-Kosten-Analyse erforderlich

          Zur vorläufigen Endstation Wohnpark, muss man sagen. Denn die Verlängerung soll verlängert werden. Am Römerhof soll ein neuer Stadtteil entstehen, der über die U5 erschlossen werden soll. Deren Route soll weitergeführt werden in Richtung Westen entlang der Straße Am Römerhof und im äußersten Südwesten des Rebstockgeländes bei der geplanten neuen Schule enden. An dieser Strecke sind zwei Stationen vorgesehen.

          Infografik Neue Strecke U5
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          Das Planungsverfahren für das Projekt beginnt nach Angaben Oesterlings zurzeit. Diese Aufgabe übernimmt die „Stadtbahn Europaviertel Projektbaugesellschaft“ der VGF, die auch federführend ist bei der Anbindung des Europaviertels an die U-Bahn. Auch hier muss eine Nutzen-Kosten-Analyse vorgenommen werden, denn ohne Geld vom Bund ist das Projekt nicht zu finanzieren. Verkehrsdezernent Oesterling geht davon aus, dass der notwendige Wert von 1,0 erreicht wird.

          Anschluss Westend unverzichtbar

          Er hat den Ehrgeiz, dass hier etwas glückt, was vorher noch nie in jüngerer Zeit in Frankfurt gelungen ist, nämlich eine leistungsfähige Verkehrsanbindung gleichzeitig mit der Bebauung des Viertels zu schaffen. An einem Anschluss des Römerhof-Viertels an das Schienennetz geht nach seiner Überzeugung kein Weg vorbei, allein schon deshalb, weil die Schüler zur neuen Schule dort gelangen müssten. Er rechnet damit, dass noch im nächsten Jahrzehnt die erste Bahn auf der rein oberirdischen Strecke fahren wird.

          Auch bei der D-Linie von Bockenheim nach Ginnheim geht es Oesterling zufolge voran. 15 Trassen seien geprüft worden. Sieben seien für eine genauere Untersuchung ausgewählt worden: „Die Königstrasse ist noch nicht gefunden.“ Bei der Festlegung der Strecke handele es sich um „Zentimeterarbeit“. Auf jeden Fall sei eine gute Anbindung des Campus Westend unverzichtbar. Die Landesgesellschaft Hessen Mobil übernehme nun die Nutzen-Kosten-Analyse.

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