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Unterhaltung : Wetten in der Festhalle

Seit Tagen ist in der Frankfurter Festhalle Hochbetrieb Bild: F.A.Z. - Wonge Bergmann

„Schöne Frauen auf der Bühne, der Saal ist gut geheizt“: Thomas Gottschalk und „Wetten, daß“ sind wieder in der Frankfurter Festhalle. Und Susanne Fröhlich moderiert die Stadtwette.

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          Er ist schon gut drauf. Jeder Satz ein Spruch. „Ich habe hohes Mitleid mit denen, weil ich's auch nicht könnte“, flachst Thomas Gottschalk über die Fußball-Nationalmannschaft. „Ich bröckel' auch schon und bin immer noch der Größte“, tröstet er die Frankfurter mit Blick aufs Stadion. „Schöne Frauen auf der Bühne, der Saal ist gut geheizt, 2000 Leute ziehen sich gut an“, so faßt er seine Show zusammen.

          Manfred Köhler

          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Gottschalk also in Frankfurt, nach acht Jahren wieder das Hochamt des Fernsehens von der Mainmetropole aus: „Wetten, daß“ aus der Festhalle, Beginn heute abend im ZDF um 20.15 Uhr, Ende offen. Am Freitag gibt sich Gottschalk eine halbe Stunde lang die Ehre. Freundliche Worte für die Stadt am Main; am Abend zuvor hat er im Surf 'n' Turf am Grüneburgweg ein Steak gegessen, das war hervorragend, Frankfurt kennt er schon von Kindheitstagen an, als er hier Tante Ruth und Onkel Robert besuchte, früh hat er sich ein Bild vom Rotlichtviertel gemacht, aber jetzt fährt er nicht mehr dahin: „Das ist ja eine Familiensendung.“

          Gottschalk plaudert also, wie er auch in der Sendung zu plaudern pflegt, nur über die Wetten schweigt er eisern. Mit den Jahren verschwimmt seine Erinnerung; sein Sprecher muß ihn dran erinnern, daß 1998, als „Wetten, daß“ zum letzten Mal in Frankfurt gastierte, jemand einen Postsack, der einen Zentner wog, an den Zähnen eine Treppe heraufschleppte, um ihn dort oben abzusetzen und, warum auch immer, „Jagd vorbei“ auf dem Jagdhorn zu blasen. „Ich liebe ja die Chaotenwetten“, fällt Gottschalk ein, überhaupt die Unberechenbarkeit der Sendung, und außerdem solle die Show nicht so wichtig genommen werden. Es gehe ja nicht um Olympia.

          Kleidung: „eher dezent“

          Gottschalk hat leicht reden; er kommt nur von Donnerstag bis Sonntag, die anderen 250 Leute, die sich um die Sendung kümmern, sind hingegen weitaus länger zugange. Der Aufbau beginnt zwei Wochen vorher, und von Donnerstag an wird geprobt. Bereitwillig läßt das ZDF wissen, daß die Show Kabel von 23 Kilometern Länge benötige, 500 Scheinwerfer sowie sieben Maskenbildnerinnen und einen Kunstmaler.

          Karten für heute abend gibt es längst nicht mehr, es hätte das Zehnfache verkauft werden können. Die wenigen Glücklichen, die heute in der Festhalle dabeisein dürfen, werden unter anderen Katie Melua, Vicky Leandros und Thomas Anders erleben; auf dem Sofa sollen zum Beispiel Kati Wilhelm, Felicitas Woll, Heiner Lauterbach und, eine Referenz an Frankfurt, Claus Theo Gärtner sitzen.

          Susanne Fröhlich ist Frankfurts Patin während der Stadtwette, die vom Römer aus moderiert wird; Hit Radio FFH lädt dort schon für 19 Uhr zu einer großen Party ein. Welche Aufgabe Gottschalk den Frankfurtern kurz nach Beginn der Sendung stellt, wird sich um 20.20 Uhr zeigen. Gottschalk verspricht, seine vom Modeschöpfer Roberto Cavalli entworfene Kleidung während der Sendung werde „eher dezent - sehr geschmackvoll“ sein, wofür er bisher nicht so bekannt ist. Was der große Gottschalk unter dezent versteht: ZDF, heute, Viertel nach acht, man wird sehen.

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