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Universität Frankfurt : Wie wir wurden, wer wir sind

Zweite Frankfurter Bürger-Universität: Wird vermutlich auch die älteren Semester ansprechen Bild: dpa

Die „deutschen Biographien“ sollen bei der zweiten Frankfurter Bürger-Universität zeigen, wie die Politik nach 1945 aus den porträtierten Personen exemplarische Gestalten gemacht hat. Die Zuhörer wiederum bekommen Gelegenheit, über ihren Blick auf die Gesellschaft nachzudenken.

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          Die Brüder Ratzinger, Wilhelm Furtwängler, Hildegard Knef und Bernhard Grzimek – bekannte Namen aus 60 Jahren Bundesrepublik. Um den bloßen Werdegang dieser Prominenten aber geht es nicht, wenn von 19. Oktober an eine von dem Soziologieprofessor Tilman Allert betreute Vorlesungsreihe der Frage nachgeht, „Wie wir wurden, wer wir sind“.

          Eva-Maria Magel

          Kulturredakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die „deutschen Biographien“, insgesamt acht, sollen bei der zweiten Frankfurter Bürger-Universität zeigen, wie die Politik nach 1945, wie Familiengeschichte, Milieu und Berufsbildung aus den porträtierten Personen exemplarische Gestalten gemacht haben. Die Zuhörer wiederum bekommen Gelegenheit, über ihr Selbstverständnis, das kollektive Gedächtnis und ihren Blick auf die Gesellschaft nachzudenken.

          Programmheft erschienen

          Die mitwirkenden Frankfurter Wissenschaftler halten ihre Vorträge an verschiedenen Orten der Stadt, zum Beispiel im Haus am Dom, im Zoo-Gesellschaftshaus oder im Neuen Theater Höchst – das ist eine der Neuerungen in der Bürger-Universität. Nach dem Erfolg der ersten Staffel, die mehr als 3.000 Zuhörer aus Stadt und Region angezogen hat, baut die Universität das Angebot nun aus. Sie bringt auf diese Weise aktuelle Forschung den Bürgern nahe, die Uni-Vizepräsident Matthias Lutz-Bachmann nicht als „Bourgeois“, sondern als „Citoyens“, die an aktuellen politischen Debatten teilnehmen, verstanden wissen will.

          Die zweite große Vortragsreihe schließt daran an: Die Goethe-Vorlesungen widmen sich dem Sinn und Unsinn von Jahrestagen, an denen gerade das Jahr 2009 reich ist. Dazu hat die Universität bekannte externe Wissenschaftler eingeladen, die auf dem Campus Westend öffentliche Vorträge halten werden. Am 22. Oktober widmet sich zum Anfang Ulrike Landfester dem 150. Geburtstag Bettine von Arnims und deren Goethe-Gedenken. Insgesamt umfasst die Bürger-Universität im Wintersemester 83 Veranstaltungen, nur für eine davon wird Eintritt verlangt. Erstmals ist ein Programmheft erschienen, in dem Vorlesungsreihen, Gastprofessuren, die Poetikdozentur und die Vorträge der Universität des Dritten Lebensalters versammelt sind. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.goethe-universitaet.de/buergeruni.

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