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Nach Vergabepanne : Unis bieten Medizin-Bewerbern Studienplätze an

Mehr als 280 Bewerber haben geglaubt, sie hätten einen Medizin-Studienplatz in Frankfurt sicher. Bild: Patrick Slesiona

Die Uni Frankfurt hatte 282 Medizin-Studienplätze zuviel gemeldet. Zulassungen wurden zurückgezogen. Jetzt gibt es neue Angebote für Betroffene.

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          Abgelehnte Bewerber für ein Studium der Humanmedizin an der Goethe-Uni werden am Mittwoch von der Stiftung für Hochschulzulassung einen Studienplatz angeboten bekommen. Dies teilte die Uni Frankfurt am Dienstagabend mit. Wegen eines Übermittlungsfehlers hatte die Hochschule der Stiftung 282 Medizin- und Zahnmedizinstudienplätze zuviel gemeldet. Die darauf beruhenden Zulassungen waren zurückgezogen worden. Für die Zahnmedizin wurde schon Abhilfe geschaffen.

          Sascha Zoske
          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die jetzige Lösung gilt zum einen für Bewerber der sogenannten Angebotsgruppe: Dies sind Studieninteressenten, denen vor dem dann zurückgezogenen Angebot aus Frankfurt schon ein anderer Studienplatz offeriert worden war. Außer Medizin können dies auch andere Wunschfächer sein. Möglich geworden ist dies laut Goethe-Uni dank des Engagements vieler deutscher Hochschulen inklusive jener in Frankfurt, die noch unbesetzte Plätze an die Stiftung gemeldet hätten.

          Für die Bewerber der Chancengruppe, die zum Zeitpunkt der Annahme des Platzes in Frankfurt kein anderes Angebot im Verfahren der Stiftung für Hochschulzulassung hatten, ist laut Uni ebenfalls eine Lösung gefunden worden: Für sie gebe es nach dem 30. September ein „nachgestelltes koordiniertes Nachrückverfahren“. Die Stiftung prüft dabei, ob die Bewerber aufgrund ihres Rangplatzes im normalen Nachrückverfahren eine Zulassung erhalten hätten. Uni-Präsident Enrico Schleiff zeigte sich erleichtert, auch wenn er sich schnellere Lösungsvorschläge gewünscht hätte, wie er sagte.

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