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Nachweis des Coronavirus : Probe aus den tieferen Atemwegen verzichtbar

Das Universitätsklinikum in Frankfurt am Main (Archivbild) Bild: dpa

Bislang haben Mediziner angenommen, für einen Nachweis des Coronavirus sei eine Probe aus den tieferen Atemwegen nötig. Ärzte des Frankfurter und des Marburger Uniklinikums haben im Alltag gelernt: Es geht auch einfacher.

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          Infektionen mit dem Sars-Coronavirus2 lassen sich durch einen Rachenabstrich zuverlässig nachweisen. Eine Probe aus den tieferen Atemwegen ist dagegen nicht nötig – anders als bisher angenommen. Diese Erfahrung haben Ärzte des Frankfurter Uniklinikums während der Untersuchung der 126 Menschen gemacht, die Anfang Februar aus China nach Deutschland zurückgekehrt waren. Über ihre Erkenntnisse berichten sie zusammen mit Kollegen der Uni Marburg in einem Beitrag für das „New England Journal of Medicine“.

          Sascha Zoske
          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Schon während des Heimflugs waren zehn Passagiere isoliert worden, die verdächtige Symptome aufwiesen oder Kontakt zu mutmaßlich Erkrankten gehabt hatten. Später stellte sich heraus, dass keiner von ihnen infiziert war. Noch am Flughafen wurden die Patienten auf Anzeichen einer Atemwegsinfektion überprüft. Ein Fluggast hatte zwar Fieber, aber auch bei ihm fiel der Viren-Test negativ aus.

          Zur Sicherheit boten die Ärzte allen Reisenden zusätzlich an, einen Rachenabstrich vorzunehmen, um eine Ansteckung auszuschließen. Zwei Personen, die keine Symptome gezeigt hatten, wurden positiv auf den Erreger getestet. Beide wurden auf einer Isolierstation des Uniklinikums behandelt. Auch eine Woche später zeigte der eine Patient keine, die andere Patientin nur sehr milde Symptome.

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