https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/uni-frankfurt-vorerst-kein-energie-lockdown-18332697.html

Energiekrise : Uni-Präsident schließt Lockdown vorerst aus

Alles winterfest? Die Uni Frankfurt will Energie sparen, aber den Betrieb aufrecht erhalten. Bild: Tim Wegner/Laif

Im August hatte die Uni Frankfurt einen Energie-Lockdown noch für „denkbar“ erklärt. Jetzt gibt ihr Präsident erst einmal Entwarnung.

          1 Min.

          Enrico Schleiff, Präsident der Uni Frankfurt, rechnet derzeit nicht mit einem Lockdown in seiner Hochschule wegen Wärme- oder Strommangels. „Nach jetzigem Stand wird die Goethe-Universität im Winter wegen der Energiekrise nicht schließen“, sagte Schleiff der F.A.Z. „Wir ziehen die Winterpause nur um zwei Tage vor, um sie den Schulferien anzupassen. Sofern nichts Unerwartetes passiert, werden wir nach der Winterpause ganz regulär öffnen.“

          Sascha Zoske
          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Anfang August hatte die Goethe-Uni auf Anfrage mitgeteilt, eine Schließung der gesamten Universität für mehrere Tage oder Wochen bei andauernden Energieengpässen sei „denkbar“. Jetzt sagte Schleiff, zwar könne niemand ausschließen, dass sich die Lage verschärfe. Er habe aber den Eindruck, dass Deutschland auf einem guten Weg sei, den Energiemangel in den Griff zu bekommen.

          Zur Vorbereitung auf den Winter hätten die Uni-Fachbereiche abgestufte Szenarien durchgespielt, um auf Wärme- oder Stromknappheit reagieren zu können. „Aktuell bemühen wir uns darum, 10 bis 15 Prozent Energie einzusparen.“ Geheizt wird in der Goethe-Uni überwiegend mit Fernwärme aus dem Müllheizkraftwerk.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          „Dem Rauche gleich, der stets nach kältern Himmeln sucht.“ So sah sich einst Nietzsche. Aber Otto Normalverbraucher hat es halt gerne warm und gemütlich.

          Heizen mit Holz : Der Qualm der Krise

          Das Gas ist teuer, die Sorgen groß – und nun? Das Naturprodukt Holz aus der Region zu verfeuern, klingt umweltfreundlich und nachhaltig. Tatsächlich ist es aber weder das eine noch das andere.
          Rückblick ins Heute: Auch wenn „Nullpunkt“ in der Vergangenheit spielt, ist es noch heute aktuell.

          Buch zum Krieg in der Ukraine : Der Hipster-Held an der Front

          Der ukrainische Schriftsteller Artem Tschech ist jetzt Soldat. 2015 wurde er zum ersten Mal einberufen, 2022 noch einmal. Über den alten Krieg hat er ein geniales Buch geschrieben. Sein „Nullpunkt“ ist so literarisch wie aktuell.
          In der EU mit Skepsis betrachtet: Matteo Salvini (Lega), Silvio Berlusconi (Forza Italia) und  Giorgia Meloni (Fratelli d’Italia, v.l.n.r.) bei der Abschlusskundgebung am Donnerstag in Rom

          Italien und die EU : Die Spannungen dürften zunehmen

          Europaskeptisch, nationalistisch, populistisch: Aus EU-Perspektive stärkt Melonis Abschneiden die Regierungen in Polen und Ungarn. Viele trauern dem scheidenden Ministerpräsidenten Draghi hinterher.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.