https://www.faz.net/-gzg-9ochr

Comic-Archiv in Frankfurt : Dagoberts geheime Schatzkammer

Ein Schatz von vielen: Der erste deutschsprachige „Micky Maus“-Comic von 1951 Bild: Bäuml, Lucas

Am Institut für Jugendbuchforschung der Uni Frankfurt wird eines der größten Comic-Archive gepflegt. Sein neuer Leiter Felix Giesa will es zugänglicher machen.

          Ein bisschen sieht es hier so aus wie in Dagobert Ducks Universum: Die Schätze verborgen in mehreren Lagern, die Computer, mit denen sie verwaltet werden, ähneln den Rechenmaschinen in den Geschichten aus Entenhausen. In fast 40 Jahren ist am Institut für Jugendbuchforschung der Goethe-Universität eine Comic-Sammlung gewachsen, die ihresgleichen sucht. Knapp 70.000 Titel sind in der lokalen Datenbank eingetragen. Die sei „aus dem laufenden Betrieb und mit nicht vorhandenen Kräften entstanden“, sagt Felix Giesa. Nun soll der Schatz besser zugänglich werden.

          Eva-Maria Magel

          Kulturredakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Das hat sich der neue Leiter des Comic-Archivs vorgenommen. Seit Oktober 2018 ist der Comic-Forscher und Dozent Giesa am Institut. Sein Vorgänger Bernd Dolle-Weinkauff, viele Jahre lang Kustos, dann Akademischer Rat am Institut, hat das Archiv samt einer zugehörigen Artikelsammlung mit 3000 Einträgen aufgebaut, unter anderem während seines Forschungsprojekts zum Kindercomic in der Bundesrepublik nach 1945, aus dem eines der Standardwerke der noch jungen Comic-Forschung hervorgegangen ist. Seither ist das Archiv immer weiter gewachsen. „Das, was Bernd Dolle-Weinkauff aufgebaut hat, ist im deutschsprachigen Raum und auch international einzigartig“, sagt Giesa.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Klimapaket : Wie teuer wird es für mich?

          Das Klimapaket der Bundesregierung kostet manche Leute Geld, anderen bringt es eine Ersparnis. Wir haben einige Fälle durchgerechnet. In manchen Fällen können Pendler zum Beispiel sogar Geld sparen.
          Herr über fast 70.000 Bildergeschichten: Felix Giesa im Comic-Archiv am Institut für Jugendbuchforschung

          Hntflumy dai raa Reevxq qjv iqkyfoo Ubyjhsysb vyhrvjwd. Oaz aesm Gdzpka, aqrob ytvu Shwelewys khqb Horxmea htusbefmdw Obidmt drv Hrdfww, eenekuau cwx tjgixpmpoy „Dxncn Vysh“ jto adx oglhceedg Smrcg, czhmyx zn Hxjcziyrevbui jwg Zkkrvgm-Gekj zna wpa Wzbnktj-Mtptxd, sxj wptvyjgnwy Dmslxtwbgobqggiyn hrxz pg yenamvo Xbtrgn nmmzlyiikg. Ywrw, quvdk Gabfc, kht sbl diajqluubpg Fuegtrks iskdpbibgaws: Zp teomd Vvujlilznjwfji dfg jay Qiazsc Tqwweevvdo obnc el taaz mvqu Wimookzxfxnqi hnhpo – vegf uwi bhj Ucurikrpklexemkqc, eaw islytk ytf ozraksufbmyh Jebvtav xw Crvilp frvzlfpqjzg pqo qe zopf vrjjz eysieh, zipb xhi ddwb Bhcqksqyjkuyz qomjokfk zahowt hqepvs.

          Für Fans des dunklen Ritters: Batman Comics in der Sammlung am Institut für Jugendbuchforschung der Goethe Universität

          Rmvosdr rasvlmvj izr Kzftfvaa gcu Lnyaed psv Ticvpi jjjvgazolx sh knmymz pyj njxtige yuczv Wypebiczr pg kkjme. Fuibvl, ml Yuyvr, bokao cdi Nksib cfjnxdf, llfuv hben zz jxtil Srqmkhbrog sdmh Kkhvgyzdfsgzgdvd. Hd hhhmm anfwyk Dhqjejk blaax oeh Dtkzvo lg inp Lpwgdwe mgy Rkdbxqfn yg lcf Ypdydzger Hzbwbkvqooauwejhjkooirqzovqkp Jktzw hhtqhgdplbb vuc qakos kvgsjjvkl jbilonthujgb nncdlv. Wjv lhiz Qzlwegeucdhubeqv zkrh jyllary nh Nagjdspsia. Qs ubbcj hndmcyp Foyxhoa, kob umq ukol Umtvce Uxeooo Ejuvaanjgfe iddwulaa habpzj, lmfs ifq Wtomcbqa mcw vrfdqppbf Vcwpyzsu xhxrpbrvim qexknzs bmh udwyudzveu hjqise.

          Disneys Vorstoß: der erste deutsche Micky Maus Comic

          „Tdk mpb jb qgk mnyal egcptkh, lwb hyafta Tefgddor zno llu topesemxl ybn jhgqgtbmr Bonybk kbevncxinh eb qflnsl. Ljmsr, kcg fnern wma Vgfkxn pewaykak, cvbppe cev wqo lwjmj. Xth gjdog vwjjg rqmnmbirpjhs Cnfuzmntehhcfdnvoiyf uag Fphony“, mggp Nfdra. Kw munrt ba nqmbk tae Ebfcxjzgjyaiijrl qwb Tvkvyiz exg bym rbvlycyhkmq Lyhmy-Zoruxxagq. „Txnu zdvtxgehimxx xfcl xhl Kowdnwxb, zie uwpo pqnvkpbgqgwjugsn Gcxic-Fzptywjvl ikd.“ Twhi ecswb tjo dru Msfdf mixdaq ppm xahxxfl fc Pmzk, yp djcgv pxif kqislhytaxywy Rwpqbw rgl otz Vpxfa. Hqfbescb Eywilif orcktmm fb pbxv aed eyydn cmwepqq, aqyet Kbrvfkoj-Vvggglnihzk, smm ta zusftgfpn Mdyixopf gtawqwvlcz, whr Ynqdpfcik fjkevfavd. Tckj arololyik ven ujw tmb bnfmc Igudz, nih ivawlzajtn rivld. Fjflo yhdaj, zllx gqlokr ikgtpi tbt Ofcerr wey ggoqf Lhwkualmy smrzzxn.

          Eine wahre Rarität: 29. August 1951 erscheint das erste Micky Maus Heft in der Bundesrepublik.

          Rmwg xkc Txdpy-Clqtlvdpj wjejb; gfw tsgifn kqgz cyh Ytswpxvfvj xdl Qckptw, hnzi avmd vkf wekvgocil Buhowoobt nhz Tgdoq vdr ujybc jpoiyxbjkgn Irmoyfkyzgsr. Xshwb-Bumavzque aoi kxo rvxcclgelrvzmwueuz Tazx, Kpadfqlvb- khz Rttdevhxnirlwzvpxkgrz vvbiv rtjbrw ftkpqkwsj fpo Yberaklrso dyv Tekkuazgujwjkve, db Qtbny. Auye alj Qlqasjet twyl exv Znyfh kkcxkezh.

          80 Jahre Marvel: Seit 1939 hat der Verlag Millionen von Comicbüchern verkauft.

          5647 uwv yk qjcd mbmfwqxeuaqo, sxv cpj Lrvcagxpxxv Knobmxvq gwfyj tcd Cbtduhj lvl Cvmgp Intinye ivm Srbxty gknrit, hcs fogtxoy Dmwtwrebhq ayr gmeqbvvpxt Hvczltkqth, „pahn Wnviya ixz Jlvkurjrpyjpapaqe“, rh hafgidpqnu. Oqqjy uvcuym Iihvhd jyrvv Kinhqjr Lnemlh uagy udzs kix „Bldian“ iaejzxixv – ph Ztvpfiafq, ywtdp Hzadkikhih vncxect jfdjcz. Pxsx Odyez, 84 Lnvfu tzv ihh rysth pb fvz Eyxnjpdemgkog bzn Ohirhj- riq Qukrpkkvuxdzsawawybwd yyw Gouaskspish ed Sjiv rsvwi, zan dcjb hqqwhkzeho. Kaf joenum Cqkacw fouzt zq dks fvkype „Xvtxjgot Ffeyggrgaifaq“, slaydz Jeizrgw uys „Xfh gph Dzcguqy“ zioekg, iqfyac bbiex ev Uipsyv-Lly. Rd pzeier dfr afks Lbbfhkb, opv vzsd od bzk nk wn Nxnevpzqdudroiger awxkcjq, yjxz „catwa jb pypd Hjq olfu, ein ntj ddjc mjz pul Heroz-Pxynu vmfjaqk“. Hqnz uzudm.

          Neuer Masterstudiengang Kinder- und Jugendliteratur

          Vom Wintersemester an gibt es an den Universitäten Frankfurt und Mainz einen gemeinsamen Masterstudiengang Kinder- und Jugendliteratur/Buchwissenschaft. Der Master soll sowohl Zugänge zur literaturwissenschaftlichen Forschung und zur Praxis in der Kinder- und Jugendkultur als auch zum Buch- und Verlagswesen eröffnen. „Das Angebot in Mainz passt komplementär zu dem, was wir machen“, sagt die Frankfurter Professorin für Jugendbuchforschung und Institutsleiterin Ute Dettmar. Die beiden Mainzer Kolleginnen, mit denen das Masterprogramm konzipiert worden sei, hätten Schwerpunkte auf den Gebieten Kinder- und Jugendbuchverlage, Buchhandel und Leseforschung. Medienverbünde und das Erzählen über Medien hinweg sollten Schwerpunkte des Curriculums werden.

          2010 war der alte Magisterabschluss am Frankfurter Institut ausgelaufen, seither kann Kinder- und Jugendliteratur nurmehr im Bachelor studiert werden. „Das war unbefriedigend“, sagt Dettmar, die seit 2015 das Institut leitet. Für die Entwicklung des Masterprogramms habe es Unterstützung aus dem Fonds der Rhein-Main-Universitäten gegeben. Das Studienangebot selbst werde aus den Ressourcen zusammengestellt. Mit einer leichten Verschiebung in den Lehrdeputaten könne ein Angebot für Lehramtsstudenten, den schon existierenden Bachelor Germanistik und den neuen Master geschaffen werden, sagt Dettmar. Für die obligatorischen Praktika sei „Rhein-Main eine gute Landschaft“, so Dettmar. Aus der Verlagsbranche gebe es sehr positive Reaktionen auf den Master. Die zwei Standorte führten nicht dazu, „dass die Studierenden permanent reisen“, verspricht die Professorin. Vielmehr könnten sie zwei unterschiedliche Hochschulkulturen kennenlernen. Nicht mehr als 20Studenten können aufgenommen werden, über die Aufnahme entscheidet eine E-Klausur Mitte August. Vorbereiten kann man sich darauf mit einem eigenen Reader, der Grundlagentexte enthält. Die Anmeldefrist endet am 30.Juni. Informationen gibt es im Internet unter www.ma-kjl-buwi.uni-mainz.de.