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Uni Frankfurt : Dreifach-Feier auf dem Campus Riedberg

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Kamm am Hang: das Biologicum Bild: Simulation Gerber Architekten

Das Biologicum der Universität ist im Rohbau fertig. Es soll künftig Sitz der zurzeit noch an der Siesmayerstraße untergebrachten Biowissenschaften werden.

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          Grundsteinlegungen, Richtfeste und Gebäudeübergaben häufen sich an der Goethe-Universität inzwischen derart, dass es nötig ist, Synergieeffekte zu nutzen. Wurden im Dezember die Fertigstellung des ersten und der Beginn des zweiten Bauabschnitts auf dem Westend-Campus gemeinsam gefeiert, so waren auf dem Riedberg gleich drei Ereignisse zu würdigen: der Abschluss des Rohbaus für das Biologicum sowie der offizielle Beginn der Arbeiten am Infrastrukturzentrum und dem Sitz des Exzellenzclusters „Makromolekulare Komplexe“.

          Finanzminister Karlheinz Weimar (CDU) erklärte die Zusammenlegung der Termine damit, dass er und seine Kabinettskollegen angesichts der Baufreudigkeit in Frankfurt es gar nicht mehr schaffen würden, zu jedem Anlass einzeln anzureisen. Tatsächlich war die Landesregierung ungewöhnlich stark vertreten: Außer Weimar hatten sich seine Parteifreunde, Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann und – wenn auch ohne Rederecht – der Minister für Bundesangelegenheiten, Michael Boddenberg, eingefunden, um ebenso wie Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) den raschen Baufortschritt zu besichtigen.

          Riedberg wird zur „Science City“

          Schon weit gediehen ist das Biologicum, künftig Sitz der zurzeit noch an der Siesmayerstraße untergebrachten klassischen Biowissenschaften. Der mächtige, kammartige Bau soll zum Wintersemester 2010/2011 bezugsfertig sein – ebenso wie das am nördlichen Campusrand gelegene Infrastrukturzentrum, das sechs Hörsäle, die Bereichsbibliothek und eine Cafeteria umfassen wird. Kleinstes Objekt dieses Bauabschnitts ist das Gebäude für die Proteinforscher des Exzellenzverbundes. Es entsteht direkt neben dem Biologicum und wird zu 70 Prozent aus Labors bestehen. In die drei Projekte investiert das Land nach Angaben des Wissenschaftsministeriums knapp 145 Millionen Euro.

          Universitätspräsident Werner Müller-Esterl zeigte sich erfreut darüber, dass der lange als universitäre „Diaspora“ betrachtete Riedberg-Campus nun so zügig wachse. In diesem Tempo solle es weitergehen: Für den Neubau der Chemie seien „erste konkrete Planungsschritte“ unternommen worden; Mathematik und Informatik könnten voraussichtlich ebenfalls rechtzeitig zum 100-Jahre-Jubiläum der Universität 2014 ihre Domizile am Niederurseler Hang beziehen.

          Auch außeruniversitäre Einrichtungen wie das Max-Planck-Institut für Hirnforschungen sollen ihren Platz in der von Müller-Esterl und Roth gerühmten „Science City“ finden. Der Uni-Präsident hat aber noch weitere Akquisitionen im Sinn: Sein Wunsch ist es, erstmals Helmholtz- und Fraunhofer-Institute in Frankfurt anzusiedeln. Hierzu würden schon „vielversprechende Gespräche“ geführt. zos.

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