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Nachhaltigkeit und Schule : Starkregen aus der Gießkanne

Den Lotuseffekt fest im Blick: Schüler der IGS Nordend in Frankfurt beobachten Wassertropfen auf der glatten Oberfläche eines Blatts Kopfsalat Bild: Wonge Bergmann

Die Frankfurter IGS Nordend organisiert eine Woche der Nachhaltigkeit, um das Bewusstsein zu schärfen. Das Ziel ist eine umweltfreundliche Schule.

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          Die Woche der Nachhaltigkeit beginnt mit Bekenntnissen auf einem Laken. „Ich bin Vegitarierin“, hat eine Schülerin mit Filzstift darauf gekritzelt. Außerdem steht da: „Ich habe ein passiv Haus.“ Das Banner trägt die Überschrift „Wo bin ich schon nachhaltig?“ und hängt auf dem Hof der Integrierten Gesamtschule Nordend. Eine weitere Antwort lautet: „Ich dusche fast nie!“

          Florentine Fritzen
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Das könnte ein Scherz sein oder eine Ausrede für spärliche Körperpflege. Vielleicht hat der Schreiber auch den Workshop „Sauber ohne Putzen“ missinterpretiert, in dem es um den Lotuseffekt geht: Diese Fähigkeit von Pflanzen zur Selbstreinigung lässt sich beim Sauberhalten von Flächen nutzen. Nicht so sehr beim Duschen, sondern zum Beispiel mit Imprägniersprays und spezieller Fassadenfarbe. Die Jugendlichen im Raum experimentieren zunächst mit zwei Sorten Blättern. Niklas hat einen Wassertropfen auf die glatte Oberfläche der Kapuzinerkresse geträufelt. Als Schmutz dienen Mehl und Heilerde. Der Tropfen perlt. Niklas starrt durch die Okulare des Mikroskops. Ob sich das Wasser beim Kopfsalat anders verhält? „So weit bin ich noch nicht.“

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