https://www.faz.net/-gzg-rz51

Umwelt : Ebeling für Tempolimits

  • Aktualisiert am

Die häufigen Überschreitungen des Feinstaub-Grenzwertes in Frankfurt dürften nicht hingenommen werden. Das hat die umweltpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Angela Hanisch, hervorgehoben.

          1 Min.

          Die häufigen Überschreitungen des Feinstaub-Grenzwertes in Frankfurt dürften nicht hingenommen werden. Das hat die umweltpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Angela Hanisch, hervorgehoben. Wie berichtet, ist seit Jahresbeginn an der Meßstelle an der Friedberger Landstraße der von der EU vorgeschriebene Grenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub je Kubikmeter Luft bereits 27mal überschritten worden; 35 Überschreitungen im Jahr sind zulässig.

          Auch Umweltdezernentin Jutta Ebeling (Die Grünen) sprach von einem "bedenklichen Zeichen". Doch die Stadt "hat alles, was wir selbst machen können, getan", sagte Ebeling im Umweltausschuß. Nun sei es Aufgabe von Land und Bund, die Ausweisung sogenannter Umweltzonen voranzutreiben, in die ausschließlich abgasarme Fahrzeuge einfahren dürfen. Noch scheitere alles an den dafür erforderlichen Plaketten, es gebe wohl Schwierigkeiten mit der sogenannten Kennzeichnungsverordnung. Die Umweltzonen möglicherweise Ende des Jahres einzuführen sei deutlich zu spät, sagte Ebeling. Sie forderte, in der Zwischenzeit zumindest bei entsprechender Wetterlage Geschwindigkeitsbeschränkungen auf den Autobahnen rund um Frankfurt zu verhängen. Dies sei vom Land Hessen unter Hinweis auf den geringen Nutzen zwar abgelehnt worden. Doch habe sich etwa die Schweiz, die sonst keine ausgesprochen ökologische Politik betreibe, für diesen Weg entschieden.

          Jan Klingelhöfer, umweltpolitischer Sprecher der SPD, forderte ebenfalls, "noch mehr zu tun". Vor allem müsse Frankfurt versuchen, weniger Verkehr in die Stadt zu lassen. Der Bau der nordmainischen S-Bahn sei deshalb ebenso dringend wie insgesamt der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Eine Verringerung des Verkehrs wäre wirksamer als alles, was bisher unternommen worden sei, so Klingelhöfer. Claudia Volpp (FAG) verlangte, sich nicht nur auf den Feinstaub zu konzentrieren. Vielmehr müsse man den nächsten EU-Grenzwert für Stickoxyde, der von 2010 an gilt und nach Einschätzung des hessischen Umweltministeriums kaum einzuhalten sein wird, im Blick haben, um ein Scheitern wie beim Feinstaub zu verhindern. (mch.)

          Weitere Themen

          Eintracht darf nur vor 5000 Fans spielen

          Heute in Rhein-Main : Eintracht darf nur vor 5000 Fans spielen

          Die Eintracht Frankfurt darf am kommenden Samstag doch nur 5000 Zuschauer einlassen. In Hessen beschweren sich viele Fitnessstudio-Mitglieder. Die Mathildenhöhe in Darmstadt wurde in die Unesco-Welterbeliste aufgenommen. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.