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Umstrittenes Bauvorhaben : Grundsteinlegung für Hausener Moschee

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S soll die Fatima-Zahra-Moschee in Frankfurt-Hausen aussehen Bild: ddp

Für die umstrittene Moschee im Frankfurter Stadtteil Hausen soll am 13. Juni der Grundstein gelegt werden. Gegen das seit 2007 bekannte Projekt hatte es erheblichen Widerstand aus der rechten Szene und auch aus dem Stadtteil gegeben.

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          Für die umstrittene Moschee im Frankfurter Stadtteil Hausen soll am 13. Juni der Grundstein gelegt werden. Das berichtete der Moscheenverein der Hazrat Fatima Zehra Moschee am Dienstag in Frankfurt. Gegen das seit 2007 bekannte Projekt hatte es erheblichen Widerstand aus der rechten Szene und auch aus dem Stadtteil gegen den Bau zwischen der Ludwig-Landmann-Straße und der Straße Am Industriehof gegeben. Die Mitglieder einer Bürgerinitiative befürchteten eine Überfremdung des Stadtteils.

          Die Moschee wird die dritte im Stadtteil Hausen sein, in dem rund 7000 Menschen leben. Die Gegner des Vorhabens hatten argumentiert, ein weiteres islamisches Gebetshaus könne Hausen nicht verkraften. Die Politiker sprachen sich daraufhin fast einmütig für den Bau der Moschee unter den üblichen bautechnischen Auflagen aus.

          Sie argumentierten vor allem mit der im Grundgesetz garantierten Religionsfreiheit und legten zudem fest, dass die beiden Minarette nicht höher als 16 Meter sein dürfen, um den Turm der gegenüberliegenden Kirche der russisch-orthodoxen Gemeinde nicht zu überragen. Außerdem müsse der Moscheeverein genügend Parkplätze für die muslimischen Gläubigen bereithalten, um ein Verkehrschaos an wichtigen islamischen Feiertagen zu verhindern. Dies ist nach Auskunft des Planungsdezernats gesichert. In Frankfurt gibt es - je nach Quelle - zwischen 35 und 37 Moscheen.

          Der Generalsekretär des Moscheenvereins Ünal Kaymakci sagte nun, hinter dem Moscheenverein stünden rund 300 Familien pakistanischer und türkischer Schiiten. Der Architekt rechne mit einer Fertigstellung des repräsentativen Gebäudes in rund 18 Monaten. Die Baukosten in Höhe von rund 3 Millionen Euro kämen zu 300.000 Euro aus Spenden und 2,8 Millionen würden über Bankkredite finanziert.

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