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Bringdienst Eats : Uber fährt künftig auch Essen aus

Bringer: Radkurier von Uber Eats – aufgenommen in Tokio Bild: dpa

Auch vom Fahrvermittler Uber können sich Kunden in Frankfurt und München bald Speisen und Getränke liefern lassen. Vom verschärften Wettbewerb dürften die Gaststätten, aber auch die Kunden profitieren.

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          Bei Mosch Mosch wird es am Eingang langsam zu eng. In den vier Frankfurter Nudelbar-Filialen stünden inzwischen jeweils vier Terminals, sagt Geschäftsführer Matthias Schönberger. Sie werden für die vier Lieferdienste gebraucht, mit denen die Restaurantkette bisher schon zusammenarbeitet; darüber gehen die Bestellungen ein und wird anschließend abgerechnet. Nun soll noch ein fünftes Terminal dazu kommen: Uber Eats, die Bringsparte des amerikanischen Fahrtenvermittler-Konzerns Uber, will von August an ebenfalls Menüs am Main sowie in München ausliefern. In Berlin hatte Uber Eats schon vor einigen Wochen damit angefangen. Auch Mosch Mosch will den Service ausprobieren, zunächst für drei Monate. Und bei den fünf Anbietern wird es sicher nicht bleiben: Weitere haben bereits ihren Markteinstieg in Deutschland angekündigt.

          Falk Heunemann
          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Noch vor einem halben Jahr war das Angebot ausgesprochen übersichtlich: Wer bis Ende 2020 mal wieder trotz Corona-Lockdown ein Restaurant-Essen genießen wollte, kam kaum am Liefermonopolisten Lieferando vorbei, der zum niederländischen Konzern Just Eat Takeaway gehört. Nur um überhaupt auf dessen Internetseite gelistet zu werden, die von Suchmaschinen aufgrund der hohen Zugriffszahlen häufig als erstes angezeigt wird, müssen Gaststättenbetreiber in der Regel 13 Prozent von jeder Bestellung an Lieferando abführen, selbst wenn die Restaurants dann ihre eigenen Fahrer einsetzen. Nutzt man auch die Lieferanten des Unternehmens, werden um die 30 Prozent verlangt.

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