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Trauerrednerin : „Schmerz kann man nicht wegnehmen“

  • -Aktualisiert am

„Angehörige sind zartbesaitet“: Wolf steht auf dem Frankfurter Hauptfriedhof, auf dem sie regelmäßig arbeitet. Bild: Wonge Bergmann

Britta Marlene Wolf spricht als Trauerrednerin mit Menschen in extremen Situationen. Im Interview erzählt sie, wie man Betroffenen hilft und ob es in dunklen Stunden überhaupt Trost geben kann.

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          Frau Wolf, wie wird man Trauerrednerin?

          Ins Berufsleben gestartet bin ich als gelernte Werkstoffprüferin. Das hat mir auch viel Spaß gemacht. Als vor vielen Jahren mein Onkel nach einer langen Leidenszeit an Krebs verstarb, galt es für meine Mutter und mich nach einer intensiven Begleitung durch die Krankheit, auch die letzten Dinge wie die Trauerfeier zu organisieren. Die Bestatterin sagte damals, sie habe da zwar jemand, der würde aber in einer vorgefertigten Rede bloß einen neuen Namen und ein neues Datum einfügen. Das kam für uns nicht in Frage, ich entschloss mich, die Rede selbst zu halten. Nach der Gedenkfeier kam die Bestatterin zu mir und fragte, ob ich schon mal daran gedacht hätte, meinen Beruf zu wechseln.

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