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Trajan-Reiterstatue : Archäologischer Sensationsfund in Frankfurt

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Die in Frankfurt gefundenen Fragmente einer bronzenen Reiterstatue von Kaiser Trajan werden von der Hessischen Landesarchäologie betreut, so wie dieser Schuh einer Reiterstatue des Kaisers Augustus Bild: Frank Röth

Wie erst jetzt bekannt wurde, sind in Frankfurt im Sommer Fragmente einer bronzenen römischen Reiterstatue entdeckt worden. Dieser Fund gilt als archäologische Sensation und ähnlich bedeutend wie die Himmelsscheibe von Nebra und der Keltenfürst vom Glauberg.

          Nach dem Pferdekopf der vergoldeten Reiterstatue von Kaisers Augustus haben Archäologen in Hessen einen zweiten Sensationsfund aus der Römerzeit gemacht. Fragmente einer bronzenen Reiterstatue von Kaiser Trajan, der von 98 bis 117 n. Chr. regierte, seien im August auf Frankfurter Stadtgebiet gefunden worden, teilte die Hessische Landesarchäologie erst am Mittwoch in Frankfurt mit.

          „Für Hessen ergibt sich damit der sensationelle archäologische Nachweis zweier lebensgroßer Reiterstatuen von römischen Kaisern“, heißt es in der Mitteilung. „Neben dem Okkupator Germaniens - Kaiser Augustus - manifestiert sich in der zweiten Staute der Gestalter Germaniens - Kaiser Traian.“ Einzelheiten wollte die Landesarchäologie vor der Präsentation aber nicht nennen.

          Ähnlich bedeutend wie die Himmelsscheibe von Nebra

          Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) werde die Bronzefragmente der Trajan-Statue am 9. Dezember in Frankfurt erstmals der Öffentlichkeit vorstellen.

          Dabei soll auch der im mittelhessischen Waldgirmes gefundene römische Pferdekopf der Augustus-Statue noch einmal zu sehen sein, der mittlerweile restauriert wird. Nach Einschätzung von Fachleuten war dieser Fund ähnlich bedeutend wie die Himmelsscheibe von Nebra und der Keltenfürst vom Glauberg.

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