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Mordanklage gegen Autoraser : Tödliches Imponiergehabe

Bei dem Unfall im November 2020 starben zwei Menschen. Bild: dpa

Im November verursachte ein Raser im Frankfurter Ostend einen Unfall, zwei Passanten kamen ums Leben. Nun ist der Fahrer angeklagt. Die Staatsanwaltschaft geht von Mord und weiteren Straftaten aus.

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          Der Unfall hatte schockiert und viel Betroffenheit ausgelöst. Zwei Menschen starben, als am 21. November ein SUV-Fahrer auf der Oskar-von-Miller-Straße im Frankfurter Ostend die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hatte und ungebremst über die Fahrbahn geschleudert war. Mit etwa 82 Kilometern pro Stunde erwischte er die zwei Männer, einen 27 Jahre alten Fahrradkurier und einen Einundsechzigjährigen. Ein drittes Unfallopfer, eine siebenundzwanzigjährige Frau, kam mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus, konnte aber überleben.

          Alexander Jürgs
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Gegen den 39 Jahre alten Fahrer des Unfallwagens, der im März festgenommen wurde und sich seitdem in Untersuchungshaft befindet, hat die Frankfurter Staatsanwaltschaft nun Anklage erhoben. Zweifachen Mord mit einem gemeingefährlichen Mittel, gefährliche Körperverletzung und dass er ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen gefahren sei, wirft sie ihm vor. Bei dem Unfall habe der Mann mindestens billigend in Kauf genommen, dass durch seinen Fahrstil Menschen ums Leben kommen könnten, sagte die Frankfurter Oberstaatsanwältin Nadja Niesen.

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