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„MainBecher“ gegen Pfand : Mit nur drei Euro sind Kaffeetrinker dabei

Einweg? Nein, danke! Mit dem „MainBecher“ geht es besser, gegen Pfand Bild: dpa

Rund 25 Millionen Coffee-To-Go-Becher landen alleine in Frankfurt im Müll oder auf der Straße. Jahr für Jahr. Mit Pfandbechern will die Stadt gegensteuern. Und kann einen ersten Erfolg feiern.

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          Knapp zwei Monate, nachdem die Frankfurter Entsorgungsgesellschaft FES ein Pfandsystem für den Mehrweg-Kaffeebecher namens „MainBecher“ in Frankfurt eingeführt hat, kann sie einen ersten Erfolg verkünden: Hatten sich anfangs zunächst 25 Bäckereien, Kantinen, Tankstellen, Kioske und Cafés bereit erklärt, das System zu übernehmen, so gibt es mittlerweile mehr als 50 Partnerbetriebe.

          Mechthild Harting
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Bei all diesen kann man sich für drei Euro Pfand den hauptsächlich aus Baumharz hergestellten 0,4-Liter-Becher ausleihen und befüllen lassen, um ihn später in einem anderen Geschäft oder Café benutzt wieder abzugeben und dafür eine Pfandmarke zu erhalten. Die teilnehmenden Betriebe sind nicht mehr nur im Nordend zu finden, wo das Modellprojekt vor einem Jahr begann, sondern auch in Rödelheim, im Gutleutviertel und in Alt-Fechenheim.

          25 Millionen Becher allein in Frankfurt

          Die FES ist laut Geschäftsführer Dirk Remmert zuversichtlich, in den nächsten Wochen weitere Partner zu finden, um das Mehrweg-Pfandsystem in der ganzen Stadt anzubieten. Der auf Drängen von Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Die Grünen) eingeführte Mehrwegbecher soll vor allem helfen, das enorme Aufkommen von Einweg-Kaffeebechern zu reduzieren.

          Die FES schätzt, dass jährlich 25 Millionen dieser Coffee-To-Go-Becher in Frankfurt genutzt werden und nach einmaligem Gebrauch bestenfalls in den öffentlichen Papierkörben, meist aber achtlos weggeworfen auf den Straßen oder in den Grünanlagen der Stadt landen.

          Damit die Kaffeetrinker die Geschäfte, Kioske und Cafés leichter finden, hat die FES eine App vorbereitet, die alle Teilnehmer auf einer Stadtkarte verzeichnet und nach der Nähe zum eigenen Standort anzeigt. Die App steht von heute, 17 Uhr an im Appstore von Apple und im Playstore von Google unentgeltlich zum Herunterladen bereit. Zudem bietet die FES heute um 17Uhr eine Einführung in die App samt Test und Meinungsaustausch an. Die Veranstaltung findet bei der FES, Weidenbornstraße 40, im Foyer des Mittelgebäudes statt.

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