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„Tigerpalast“ in Frankfurt : Mit Training aus der Schockstarre

  • -Aktualisiert am

Artistin Kristina Bautina arbeitet mit Direktorin Margareta Dillinger an ihrer neuen Nummer. Bild: Esra Klein

Der „Tigerpalast“ wird die Corona-Krise überstehen – das glauben seine Direktoren. Im November soll die neue Saison beginnen. Aber bis dahin muss sich noch eine Sache ändern.

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          Der Tiger liegt im Sommerschlaf. Wie jedes Jahr. Nur dauert dieser Schlaf wegen Corona dieses Mal länger. Das Varieté „Tigerpalast“ wird nicht wie früher üblich im Oktober die neue Saison beginnen, sondern erst am 17. November. Sofern nicht eine zweite Welle der Pandemie das öffentliche Leben wieder weitgehend lahmlegt. Und auch nur, wenn die derzeitige Abstandsregel bis dahin geändert wird. „Anderthalb Meter schaffen wir nicht, bei einem Meter Abstand können wir spielen“, sagt Varieté-Direktor Johnny Klinke.

          Hautnähe war bisher ein Markenzeichen des „Tigerpalastes“. Bis zum 15. März saßen die Besucher dicht an dicht im Varieté an der Heiligkreuzgasse. Am 16. März war das Staunen über die Stars auf der Bühne oder unterm Dach über den Köpfen der Zuschauer abrupt zu Ende: An diesem Tag kam die amtliche Verfügung, dass öffentliche Veranstaltungen eingestellt werden müssten. Der „Tigerpalast“ und andere Theater schlossen. An diesem schwarzen Montag versammelte Varieté-Direktorin Margareta Dillinger die Mitarbeiter auf der Bühne und teilte ihnen die schlechte Nachricht mit. Wer nach Hause fahren oder fliegen wolle, könne dies tun, wer bleiben wolle, sei eingeladen, weiterhin in einem der Gäste-Appartements zu wohnen, ließ sie die Artisten wissen. Die weitgehend in Frankfurt oder im Umland wohnenden Mitarbeiter aus Technik und Service wiederum gingen in Kurzarbeit.

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