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Therapie gegen Krebs : Akute Leukämie besser behandeln

Krankheitsfall: Das Bild zeigt Blutzellen aus einem Knochen einer an Leukämie erkrankten Person Bild: Science Photo Library

Bei akuter lymphatischer Leukämie versagt in so manchem Fall ein sonst bewährtes Mittel. Frankfurter Forscher und internationale Kollegen kennen nun den Grund. Das hat mit einem Eiweißstoff zu tun.

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          Warum ein gängiges Medikament bei bestimmten Formen von akuter lymphatischer Leukämie nicht wirkt, haben Forscher der Universität Frankfurt zusammen mit internationalen Kollegen herausgefunden. Akute lymphatische Leukämie ist der häufigste Krebs bei Kindern.

          Sascha Zoske

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Ähneln seine Zellen den T-Lymphozyten des Immunsystems, ist die Krankheit mit dem Wirkstoff Nelarabin gut behandelbar. Sind die Krebszellen hingegen mit B-Lymphozyten verwandt, schlägt diese Therapie oft nicht an.

          Wie die Studie der Wissenschaftler um Jindrich Cinatl zeigt, liegt das an einem Enzym namens SAMDH1. Es sorgt dafür, dass das Nelarabin in den Zellen inaktiviert wird. Leukämiezellen des B-Typs enthalten mehr SAMDH1 als die T-Varianten.

          Das Enzym kann daher als Marker benutzt werden, der zeigt, wie gut ein Patient auf Nelarabin anspricht. Da manchmal auch B-Leukämiezellen wenig SAMDH1 bilden, könnte das Medikament in solchen Fällen ausnahmsweise doch zum Einsatz kommen.

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