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Testversuch : Urinale bei Frauen nicht hoch im Kurs

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Gleichberechtigung nicht erwünscht: Die Urinale an der Frankfurter Hauptwache kommen bei den Frauen nicht an. Bild: dpa

Die für Frauen gedachten Urinale in der öffentlichen Toilettenanlage an der Frankfurter Hauptwache kommen nicht so gut an wie erwartet. Das hat ein Testlauf ergeben.

          Frauen mögen Urinale nicht besonders. Das ist das Ergebnis eines Tests in der öffentlichen Toilettenanlage an der Frankfurter Hauptwache. Unter dem Slogan „Frauen sollen gratis müssen können“ hatte die Stadt in der U- und S-Bahnstation Hauptwache zwei der wasserlosen Urinbecken rund zwei Monate lang beworben. Dabei konnten sich die Frauen unter dem Motto „Damenwahl“ entscheiden, ob sie ein Urinal kostenlos oder eine WC-Kabine benutzen wollten, was normalerweise 30 bis 50 Cent kostet.

          „Nie wieder!“

          „Leider konnten nicht so viele Damen wie gehofft zum Testen verleitet werden. Die Urinale wird es daher künftig aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr geben“, sagte der Sprecher des Planungsdezernats, Mark Gellert, am Dienstag in Frankfurt.

          Von 7800 Frauen, die innerhalb der ersten vier Wochen die Toilette nutzten, probierten nur 622 oder rund 7,5 Prozent das Urinal überhaupt aus. „Trotz Ansprache und Erklärung“, berichtete Gellert. Von diesen sagten vier Prozent: „Nie wieder!“ 88 Prozent hätten das kostenlose und wassersparende Klo dagegen wieder benutzt. Die vollständige Auswertung des Tests soll in einigen Wochen vorliegen.

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