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Gerichtsprozess um Franco A. : „Ein Lügner und Betrüger“

Auf der Anklagebank: Franco A. spricht mit seinem Anwalt. Bild: Getty Images

Die Anklage fordert sechs Jahre und drei Monate Gefängnis für Franco A. Am Freitag wird die Verteidigung ihr Plädoyer halten.

          3 Min.

          Schon der erste Satz hat es in sich. „Wären wir nicht in einem Gerichtssaal, würde ich den Angeklagten einen Lügner und Betrüger nennen“, begann die Bundesanwältin am Montag ihr Plädoyer. Kurz danach bezeichnete sie Franco A. als rechtsradikalen Terroristen, der den Prozess als Bühne zu nutzen versuche und keine Möglichkeit auslasse, die Wahrheit zu beugen. Der stets versucht habe, „alternative Fakten“ zu schaffen, der abstruse Geschichten erzählt und sich gewunden habe, wenn man ihn ertappte.

          Anna-Sophia Lang
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          „Nebelkerzen, Ausweichmanöver, Erinnerungslücken“: Mit diesen Worten fasste die Bundesanwältin A.s Verhalten im Prozess am Oberlandesgericht Frankfurt zusammen. Knapp drei Stunden später endete ihr Plädoyer mit der Forderung, den Oberleutnant der Bundeswehr zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sechs Jahren und drei Monaten zu verurteilen.

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