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Bau des Terminal 3 : Fraport will belasteten Aushub bis Mitte 2021 entsorgen

Bau des Terminals 3: Die Chemikalien im Erdreich sind wohl vor allem Rückstände von Löschschaum, der bei Brandschutzübungen verwendet wurde. Bild: dpa

Bis Mitte 2021 soll der Spuk vorbei sein: Das belastete Erdreich vom Bau des Terminals 3 des Frankfurter Flughafens soll zu Annahmestellen in ganz Deutschland abtransportiert werden – die Menge ist größer als gedacht.

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          Bis Mitte nächsten Jahres will der Flughafenbetreiber Fraport AG den Abtransport von mit poly- und perfluorierten Chemikalien belasteten Erdaushub abgeschlossen haben, der bei den Arbeiten zum Bau des dritten Terminals des Frankfurter Flughafens angefallen ist. Die als gesundheitsschädlich geltenden Chemikalien sind in den Boden gelangt, während die amerikanischen Armee das Areal, das nun neu bebaut wird, über Jahrzehnte als Airbase nutzte. Es handelt sich wohl vor allem um Rückstände von Löschschaum, der bei Brandschutzübungen verwendet wurde.

          Jochen Remmert

          Flughafenredakteur und Korrespondent Rhein-Main-Süd.

          Trotz Einschränkungen durch die Corona-Pandemie sollen laut Fraport noch in diesem Jahr drei Viertel des belasteten Aushubs abtransportiert sein. Die entsprechend ausgerüsteten Annahmestellen liegen in Nordrhein-Westfalen, Bayern und in ostdeutschen Bundesländern. Es handelt sich laut Fraport nun um 470.000 Kubikmeter belastetes Erdreich, ursprünglich war von rund 400.000 Kubikmeter die Rede. Fraport begründet die Steigerung mit der Corona-Pandemie.

          Neues Terminal nicht vor 2025 benötigt

          Wie berichtet, streckt Fraport den Bau des Terminal 3, weil die Verkehrszahlen im Luftverkehr eingebrochen sind und die zusätzliche Kapazität des neuen Terminals nicht vor 2025 oder 2026 überhaupt gebraucht wird. Diese Veränderung des Bau-Ablaufs führt den Angaben zufolge wiederum dazu, dass in diesem und dem nächsten Jahr weniger Material für einen sicheren Wiedereinbau auf dem Areal benötigt wird.

          Wenn keine unerwarteten Verzögerungen bei der Entsorgung des belasteten Materials eintreten, will Fraport-Vorstandschef Stefan Schulte das Problem Mitte 2021 gelöst haben. Das genehmigte, von Anrainerkommunen aber abgelehnte Zwischenlager im Süden des Flughafenareals wird dann eigentlich nicht benötigt. Fraport hält trotzdem an dem bereits gestarteten Vergabeverfahren für den Bau dieses Lagers fest, um auf etwaige Komplikationen vorbereitet zu sein.

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