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Tel Aviv und Frankfurt : Mehr Moderne wagen

Die „weiße Stadt“: So wird ein Viertel in Tel Aviv genannt, das großteils von emigrierten deutsch-jüdischen Architekten gestaltet wurde. Bild: Ullstein

Die Partnerstädte Frankfurt und Tel Aviv wollen beim Erhalt ihres Architektur-Erbes zusammenarbeiten. Während die „weiße Stadt“ bereits zum Unesco-Welterbe zählt, will sich das „Neue Frankfurt“ dafür bewerben. Doch das kann auch zu Problemen führen.

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          Solch ein Festakt per Videokonferenz hat seine Tücken. In dem Moment, in dem Doron Sapir, Vertreter der Tel Aviver Stadtverwaltung, begann, seine Grußworte zu sprechen, streikte die Technik. Statt Sapir sah man in den nächsten Minuten meist nur einen schwarzen Bildschirm. Und starker Hall machte es so gut wie unmöglich, seinen Ausführungen zu folgen. Am Ende aber wurde seine Botschaft deutlich: Sapir freut sich, dass Frankfurt und Tel Aviv, die seit 40 Jahre eine Städtepartnerschaft pflegen, in Zukunft intensiver zusammenarbeiten wollen, um das moderne Architekturerbe zu pflegen, das beide Städte prägt.

          Alexander Jürgs

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          In Tel Aviv gibt es die „weiße Stadt“, einen Komplex von mehr als 4000 Gebäuden, großteils erbaut von jüdischen, nach 1933 aus Deutschland geflohenen Architekten, von denen viele am Bauhaus ausgebildet wurden. Die Partnerstadt am Main hat das „Neue Frankfurt“, einen großen avantgardistischen Wurf im Wohnungsbau. Unter der Federführung des damaligen Stadtbaurats Ernst May entstanden zwischen 1925 und 1930 moderne Siedlungen wie die Römerstadt, der Bornheimer Hang und die Hellerhofsiedlung.

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