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Proteste am 1. Mai : Linksradikale Demo bleibt friedlich

Vermummt: Demonstranten in Frankfurt Bild: Lucas Bäuml

Die von einigen befürchteten Krawalle beim „Revolutionären Ersten Mai“ sind in Frankfurt ausgeblieben. Die Teilnehmer sorgten aber für viel Rauch und Lärm.

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          Am Ende geht alles ganz schnell. Auf der Saalburgstraße, um die Ecke der U-Bahn-Station Bornheim Mitte, wechseln die Demonstranten ihr Kleid: Die schwarze Uniform der autonomen Szene wird gegen bunte Pullis und Jacken getauscht. Die schwarzen Masken, Handschuhe und Regenjacken wandern in die Rucksäcke, die roten Fahnen, manche mit Hammer und Sichel,  verschwinden. So wollen sie sich vor einer eventuellen Polizeikontrolle schützen. Noch während die Abschlusskundgebung läuft, zieht es sie in die U-Bahn oder sie laufen die Berger Straße hinab.

          Alexander Jürgs
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die von einigen befürchteten Krawalle beim „Revolutionären Ersten Mai“ sind am Sonntagabend ausgeblieben. Vom Willy-Brandt-Platz sind die rund 1000 Demonstranten aus der linksradikalen Szene, lautstark Parolen brüllend,  durch die Frankfurter Innenstadt bis nach Bornheim gelaufen. Dabei wurde immer wieder – obwohl verboten – Pyrotechnik ge­zündet: Roter, schwarzer und türkisfarbener Rauch breitete sich in den Straßen aus, Böller sorgten für Lärm.

          Die Polizei hat die Demonstranten daraufhin immer wieder aufgefordert, das Zünden von Pyrotechnik einzustellen, und angefangen, den Aufzug zu filmen, um womöglich im Nachhinein Täter identifizieren zu können. Gestoppt aber hat sie die Demonstration nicht.

          Im Internet soll es im Vorhinein Aufrufe gegeben haben, Polizisten aus der Kundgebung heraus anzugreifen. Das hatte die Polizei mitgeteilt. Doch dazu kommt es bis zum Ende der autonomen Mai-Demo am Sonntagabend nicht. Die Stimmung ist zwar aufgeheizt und wütend, dennoch bleiben die Demonstranten friedlich.

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