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Suche nach alten Freunden : Die schwierige Aufgabe der Menschenfinderin

Susanne Panter ist die Frau für besonders knifflige Fälle. Bild: Helmut Fricke

Susanne Panter spürt Personen auf, die von Verwandten oder früheren Freunden gesucht werden. Sie muss sensibel sein – denn die lang ersehnten Antworten können den Schmerz auch verstärken.

          4 Min.

          Ihre älteste Kundin ist 92 Jahre alt. Sie sucht ihre Großmutter. Dass die Chancen eher schlecht stehen, diese noch kennenzulernen, ist der Dame durchaus bewusst. Und trotzdem will sie wissen, wie das Leben der Frau verlaufen ist, über die in der Familie so gut wie nie gesprochen wurde. Ihr Vater wuchs ohne Mutter auf. Wieso? Darüber wurde geschwiegen. All die Jahre. Jetzt, im Alter von 92 Jahren, will die Dame endlich erfahren, was damals vorgefallen war. Um Antworten zu erhalten, hat sie Kontakt zu Susanne Panter aufgenommen.

          Marie Lisa Kehler

          Stellvertretende Ressortleiterin des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Seit mehr als 20 Jahren arbeitet diese als „Menschenfinderin“. Eine Berufsbezeichnung, die sie sich selbst gegeben hat. Denn irgendwie wollte keine gängige Jobbeschreibung auf das passen, womit sie ihr Geld verdient. Panter hilft Menschen, Fragen zur eigenen Familiengeschichte zu beantworten. Sie hilft Kindern, ihre Väter zu suchen, hilft Geschwistern, in Kontakt zu treten. Kurzum: sie hilft ihren Kunden, ein Stück verloren geglaubte Familiengeschichte aufzuarbeiten.

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