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Sekte in Frankfurt : Südkoreanische Tarngemeinde auf Missionskurs

  • -Aktualisiert am

Sophie Reinisch war Mitglied der südkoreanischen Sekte Shinchonji. Bild: Francois Klein

Die umstrittene Offenbarungsreligion Shinchonji wirbt massiv um Mitglieder. In Frankfurt werden vor allem Studenten angesprochen. Sophie Reinisch hat den Ausstieg geschafft – nicht ohne Weiteres.

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          Zu ihrem alten Hobby Taekwondo zurückzukehren, hat Sophie Reinisch geholfen, die vergangenen aufreibenden Jahre zu verarbeiten. Die Fünfundzwanzigjährige war Mitglied der südkoreanischen Neuoffenbarungsreligion Shinchonji. Sie ist die erste Aussteigerin, die öffentlich über ihre Erfahrungen berichtet.

          Sekten-Beobachter warnen vor der koreanisch-christlichen Gruppierung. Mitglieder würden in die soziale Isolation getrieben und bei Widerworten unter Druck gesetzt. Auch Oliver Koch, Referent für Weltanschauungsfragen am Zentrum Ökumene in Frankfurt, hat in den vergangenen Jahren immer mehr Menschen beraten, die aus der Gruppierung aussteigen wollten. Auch die Zahl der besorgten Angehörigen, die sich bei ihm meldeten, sei rasant angestiegen, sagt Koch. Im Gegensatz zu anderen Szenebeobachtern distanziert er sich jedoch von dem Begriff der „Sekte“. Er tue das, um „nicht zu diffamieren“, wie er sagt. Trotzdem beobachtet auch er die rasante Mitglieder-Entwicklung besorgt.

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