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Foto eines Schwarzes Lochs : Blick ins Herz der Finsternis

Das Computermodell zeigt die Scheibe aus heißem Glas, die um das Schwarze Loch rotiert. Bild: Simulation Weih/Rezzolla

Physiker der Uni Frankfurt haben dabei geholfen, das erste Bild eines Schwarzen Lochs zu erzeugen. Mit ihren Simulationen stoßen sie an die Grenzen von Raum und Zeit vor. Wie weit kann Forschung reichen?

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          Gerne würde Roman Gold einmal den Radioastronomen über die Schulter schauen. Schon deswegen, weil deren Teleskope oft an faszinierenden Orten wie der Antarktis oder auf hohen Bergen stehen. Aber auch die Arbeitsweise der Kollegen möchte der Frankfurter Physiker genauer kennenlernen. Schließlich verdankt er ihnen die Informationen, mit denen er seine eigenen Berechnungen überprüfen kann. Spektakuläre Bilder aus den Tiefen des Weltalls gibt es in den Kontrollräumen dieser Spähposten nicht zu bewundern – Radiowellen sind schließlich unsichtbar. Trotzdem fände Gold es reizvoll, den Strom der Messwerte zu verfolgen, die von den Parabolspiegeln eingefangen werden. Gigantische Mengen solcher Daten haben die Forscher des „Event Horizon“ Projektes gesammelt. Ein dankbarer Abnehmer war das Team von Luciano Rezzolla, zu dem Gold gehört.

          Sascha Zoske

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Uni-Professor Rezzolla und seine Mitarbeiter sind theoretische Physiker; sie simulieren am Computer astronomische Phänomene wie Gravitationswellen, Schwarze Löcher und Neutronensterne. In den vergangenen Monaten hatten sie eine besonders aufregende Gelegenheit, ihre Modelle an der Wirklichkeit zu messen. Diese Realität waren die Radiosignale aus dem Zentrum des Sternennebels M87, aufgefangen vom weltumspannenden Teleskopverbund des „Event Horizon“-Programmes.

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